Im Mai unterwegs auf dem Kraut und Rüben Weg: eine ansprechend gestaltete Strecke von Bockenheim bei Worms bis zum Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der deutsch-französischen Grenze, ausdrücklich für Genußradler geeignet.

Alles was Genußradler brauchen: gut gepflegte Radwege, beste Beschilderung mit der Möhre, Höhenprofil (eher nebensächlich weil kaum Steigungen), Ladestationen. Eine interaktive Karte für die individuelle Streckenplanung zeigt, wo es Obst, Einkehr und Übernachtung sowie mögliche Abkürzungen gibt. Tipps für eigene Touren sowie weiterführende Links, Kartenmaterial und Ausflugstipps an der Strecke ergänzen die lange Liste der Mitgliedsbetriebe und -Gemeinden.
https://kraut-und-rueben-radweg.de/
Mein Start war in Bockenheim. Wer nicht per Bahn, sondern per Auto anreisen möchte: Parken in Bahnhofsnähe Worms ist sehr schwierig oder teuer, aber in Bobenheim-Roxheim gab es kostenlose Parkplätze.
Zu jedem Bahnhof gibt es auf https://www.bahnhof.de/ einen Link zur Rubrik "barrierefrei". Denn Einsteigen, Aussteigen, Umsteigen mit dem 30kg schweren e-bike inklusive Ersatzakku plus Anhänger mit Campinggepäck ist sonst gar nicht so einfach. Bitte lesen Sie auch: barrierefreie Sommerausflüge in der Region - solange es noch kein Verbot für akkubetriebene Räder gibt, lassen sich herrliche individuelle Touren zusammenstellen.
Unterwegs bin ich mit einem Gewitter im Rücken um die Wette gefahren, mitten auf der Rheinbrücke ging es los und ich war froh ans Ufer zu kommen.

Das Gefährt unterwegs: auf dem Anhänger (Gewicht ca. 10 kg) finden Zelt (knapp 2 kg, in 10 Minuten fertig aufgebaut), Ersatzakku, Tisch, Stuhl, Isomatte, Schlafsack und was man so braucht Platz.
Natürlich bekam der Hänger unterwegs einen Plattfuß, zum Glück war ein Ersatzreifen dabei. Ganz selten entdeckte ich Automaten für Ersatzschläuche, die sollte man also besser immer dabeihaben.

Werktags fand ich eher wenige Einkehrmöglichkeiten, aber Bäcker gab es immer in den Ortschaften. Entlang der 139 km langen Strecke durch Gemüsefelder oder Weinberge liegen zahlreiche Hofläden, Weingüter und Gasthäuser, die Mitglied dieser Route sind. Auch Ferienwohnungen sind dabei, aber ich wollte ja im Zelt übernachten. Die Campingplätze an der Route waren ok, jedenfalls in Rülzheim und Wachenheim. Auf dem Platz in Rastatt gab es nur riesige Parzellen, für Fahrradcamping definitiv zu teuer.

Hier weiß sogar das Wild, wo es hingehört...

Während die Fähre bei Worms für Radfahrer 3 Euro berechnet, war die kleine Fähre in Iffezheim für Radfahrer kostenlos.
Viel Spaß beim Entdecken, euer Robert!