Im Odenwald wird die Landschaftspflege aufgrund sinkender Zahlen von Erwerbs- und Nebenerwerbslandwirten immer weiter verlagert auf Privatpersonen oder Landschaftspflegeverbände. Sind die Flächen noch an topografisch exponierten Orten gelegen, wird die Pflege schwierig und viele Flächen verbuschen zunehmend. Leider sind hiervon auch insbesondere Streuobstwiesen betroffen, die aufgrund ihrer Kleinteiligkeit oft auch für die Wiesenmahd wenig geeignet sind und nur noch selten beweidet werden.
Schafe bieten hier die Möglichkeit einer alternativen Beweidungsform. Sie eigen sich insbesondere zur Offenhaltung von schwachwüchsigen, steilen oder schlecht zugänglichen Standorten, wo es an Alternativen wie bspw. Mähnutzung, Beweidung mit Rindern oder Pferden fehlt. Sie können in kleinerer Anzahl eingekoppelt oder als Herde in Wander-/ oder Hüteschafhaltung unter Einsatz von flexiblen Koppeln über die Flächen geführt werden. Gehölze werden durch Schafe deutlich weniger verbissen wie etwa durch Ziegen, wodurch sie auch für Streuobstwiesen geeignet sind. Bei einem Verbissschutz mit einer ungefähren Höhe von 1,30 m sind die Bäume weitestgehend geschützt.

