Wer im Juli über sonnige Wegränder, Böschungen oder magere Wiesen streift, begegnet ihm fast überall: dem Johanniskraut. Seine leuchtend gelben Blüten öffnen sich etwa Mitte Juni und blühen den ganzen Hochsommer hindurch. Die Pflanze gehört zu den am besten untersuchten heimischen Heilpflanzen und blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück.
Wer im Juni über eine sonnige Wiese streift, findet sie fast überall: die Schafgarbe. Ihre flachen, weißen Blütenschirme leuchten zwischen Gräsern und Kräutern, und schon beim Berühren der fein gefiederten Blätter steigt ein würziger, leicht herber Duft auf. Die Schafgarbe gehört zu den beständigsten Begleitern des Jahres. Sie blüht ausdauernd von Juni bis in den Herbst und wächst auf Wiesen, an Wegrändern und Böschungen, auf Magerrasen und manchmal auch in Gärten und Parks. Sie ist unscheinbar genug, um leicht übersehen zu werden, und zugleich reich genug, um seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Heilpflanzen Mitteleuropas zu gehören.
Die hessischen Forstämter haben gemeinsam mit Naturschutzverbänden und -behörden festgelegt, wo Maßnahmen für Artenvielfalt, Lebensräume und Wasserhaushalt am meisten bewirken.
Der Landesbetrieb HessenForst hat für alle Forstämter in Hessen Lokale Naturschutzkonzepte erarbeitet. 32 von 39 Naturschutzkonzepten sind veröffentlicht, die übrigen folgen im Laufe des Jahres. Damit liegt für den gesamten hessischen Staatswald eine konkrete Planung vor, wie Natur- und Artenschutz vor Ort noch gezielter umgesetzt werden können. Die Konzepte sorgen dafür, dass Naturschutzmaßnahmen dorthin gelenkt werden, wo sie für die biologische Vielfalt den größten Nutzen entfalten.
Grundlage der Lokalen Naturschutzkonzepte ist eine umfassende Auswertung vorhandener Informationen über seltene Arten, wertvolle Lebensräume, Schutzgebiete und besondere Waldstandorte im Staatswald. Hinzu kommen die Erfahrungen der Försterinnen und Förster vor Ort sowie Hinweise aus Naturschutzverbänden und Fachbehörden, die an der Erarbeitung beteiligt waren. So entsteht für jedes Forstamt ein eigener Plan, der auf die örtlichen Besonderheiten abgestimmt ist.
Obstsorte des Jahres 2026: Birnenquitte „Cydora Robusta“ ausgezeichnet: Am Freitag, den 24. April haben Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald und Adil Oyan, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau die Birnenquitte „Cydora Robusta“ zur Obstsorte des Jahres 2026 gekürt. Mit dieser Wahl rückt eine traditionsreiche und zugleich zukunftsfähige Obstart in den Fokus, die sowohl ökologisch als auch kulinarisch überzeugt.
Quitten zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und erleben aktuell eine Renaissance. Insbesondere auf Streuobstwiesen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt: Ihre Blüten bieten Insekten bis in den Sommer hinein Nahrung, während die robusten Bäume sich gut an unterschiedliche Standortbedingungen anpassen. Die ausgezeichnete Sorte „Cydora Robusta“ wurde 1989 in Geisenheim gezüchtet und zeichnet sich durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, ihren zuverlässigen Ertrag sowie ihre Eignung für den extensiven Streuobstanbau aus. Ihre großen, aromatischen Früchte reifen ab Ende September und sind vielseitig verwendbar – etwa für Gelee, Marmelade oder Saft.
Das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ gewinnt immer mehr an Bedeutung in unserer hiesigen Region. Denn es kehren leider immer weniger aus ihren Winterquartieren zurück. Einzeln oder paarweise kehren sie normalerweise bereits Ende März oder Anfang April zurück, in größerer Zahl jedoch erst Mitte oder Ende April, wenn der Sommer wirklich schon vor der Tür steht. Zuerst sieht man normalerweise die Rauchschwalben wieder. Diese nisten meist in Ställen und Scheunen in aufgelockerten Kolonien und kommen, wie Beringung gezeigt hat, oft Jahr für Jahr ins selbe Nest. Da hat sich über die Jahrtausende eine enge Vertrautheit mit dem Menschen gebildet, der die Schwalben auch als Frühlings- und Glücksbringer schätzt. Die Rauchschwalbe ist mit 19 cm die größte der drei Schwalbenarten. Sie ist an der Oberseite stahlblau, Stirn und Brust kastanienbraun, gegabelter Schwanz mit langen Spießen, welcher beim Weibchen etwas kürzer ist.
HessenForst erreicht Meilenstein bei Wiederbewaldung: 10.000 Hektar, 27 Millionen Bäume – Hessens Wälder wachsen wieder; Der Landesbetrieb HessenForst zieht Resümee nach Abschluss der Pflanzsaison 2025/2026: Meilenstein bei der Wiederbewaldung und Rekord-Beteiligung bei Pflanzaktionen.
Mit dem Ende der Pflanzsaison 2025/2026 zieht HessenForst eine erfreuliche Bilanz: Ein wichtiger Meilenstein bei der Wiederbewaldung geschädigter Waldflächen wurde erreicht und die landesweite Mitmachaktion „Dein Tag für den Wald" verzeichnete so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie zuvor.
Seit den verheerenden Extremwetterereignissen ab 2018 hat HessenForst nun rund 10.000 Hektar der über 40.000 Hektar umfassenden Schadflächen im hessischen Staatswald aktiv wiederbewaldet. Seit Beginn der Wiederbewaldung wurden insgesamt 27 Millionen junge Bäume gepflanzt – allein in der zurückliegenden Pflanzsaison 2025/2026 kamen 2,7 Millionen Pflanzen hinzu.
Wichtig: Leinenpflicht für Hunde, striktes Wege-Gebot, Radfahren, Spazierengehen oder Reiten abseits von Wegen streng untersagt. In Waldflächen der Sperrzone II sind alle Aktivitäten, die geeignet wären, Wild aufzuschrecken, untersagt
April 2026: Neuer Fall in Lampertheim mahnt zur Vorsicht
Frisches Küchenkraut von der Wiese: Wenn im Mai die Wiesen in sattem Grün stehen und die Natur ihre volle Kraft entfaltet, lohnt sich ein genauer Blick: Zwischen Gräsern und anderen Wildpflanzen wächst der Kleine Wiesenknopf. Oft völlig unscheinbar auf den ersten Blick, aber mit großem Wert für unsere Küche. Seine zarten Blätter bringen frische Aromen auf den Teller und stehen sinnbildlich für die Fülle dieser Jahreszeit.
März 2026: Aufruf zur Primärnestsuche der Vespa velutina - Frühes Handeln schützt heimische Insekten und die Imkerei
Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit startet auch die entscheidende Phase im Umgang mit der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Fachbehörden, Imkerverbände und Naturschutzstellen rufen die Bevölkerung dazu auf, sich aktiv an der sogenannten Primärnestsuche zu beteiligen. Ziel ist es, frühe Nester dieser invasiven Art rechtzeitig zu entdecken und zu melden, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.
Die Vespa velutina stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Deutschland ausgebreitet. Besonders betroffen sind Regionen mit mildem Klima. Die Art stellt eine erhebliche Bedrohung für heimische Insekten dar, insbesondere für Honigbienen, da sie gezielt vor Bienenstöcken jagt. Auch für die Imkerei bedeutet ihr Auftreten erhebliche wirtschaftliche Schäden.
Martin Schaarschmidt gibt im März in den beiden HR-Sendungen "Hallo Hessen" und "Die Ratgeber" wertvolle Tipps für den Pflegerückschnitt an Obstbäumen:
hier die Links zu den beiden Fernsehberichten vom 18.03.2026
Mistelentfernung aus Obstbäumen, Werkzeug (Rebschere, Säge, Teleskopgeräte)
Der Pflegeschnitt soll dem Baum gute Statik geben und den Neuaustrieb anregen
voll ausgetriebene Bäume bitte nicht mehr schneiden!
Der Förderverein Odenwälder Apfel e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für den Erhalt unserer Kulturlandschaft engagiert und die Vermarktung von regionalem Obst fördert. Es gibt jährlich einen Fachwartkurs sowie einen Stammtisch für Fachwarte und Interessierte. Über neue Mitglieder freut sich der Verein immer!
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Wenn im April die ersten gelben Blüten auf Wiesen, an Böschungen oder am lichten Waldrand leuchten, beginnt nicht nur der Frühling sichtbar zu werden – auch die Osterzeit rückt näher. Die Schlüsselblume (Primula veris und Primula elatior) gehört zu den Pflanzen, die wie kaum eine andere für das Wiedererwachen der Natur stehen. Mit ihren warmgelben Blüten bringt sie Licht in die Landschaft und erinnert daran, dass nach dem Winter wieder neues Leben erwacht. Früher waren sie vielerorts vertrauter als heute, denn inzwischen sind vor allem die Echte Schlüsselblume (Primula veris) aber auch die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) seltener geworden.
Fortbildung „Fachwart/Fachwartin für Obstbaumpflege” gestartet
Der Förderverein Odenwälder Apfel startet jedes Jahr Ende Januar die Ausbildung neuer Fachwartinnen und Fachwarte für Obstbaumpflege. Die Nachfrage nach dieser Weiterbildung ist groß und viele Interessenten haben sich schon vor Monaten auf die Warteliste setzen lassen. Der diesjährige Kurs ist wie auch in den vergangenen Jahren bunt gemischt. Einige der 22 Teilnehmenden haben eine eigene Streuobstwiese übernommen oder möchten eine anlegen.
In der Natur kann man sehen, hören, riechen, fühlen - alles was da ist. Was früher da war, dafür gibt es ein mächtiges Archiv: unseren Boden! Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) ist Schirmherr über die Aktion "Boden des Jahres 2026 - da steckt Geschichte drin!" Ziel ist, das Wissen um das Schutzgut Boden als elementare Ressource im Jahr 2026 in die breite Öffentlichkeit zu tragen und so das Bodenbewusstsein nachhaltig zu stärken.