Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB): Als kommunaler Entsorger sammelt, verwertet und beseitigt der ZAKB alle Abfälle aus privaten Haushalten im Kreis Bergstraße. Gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft, der ZAKB Energie und Dienstleistungs GmbH, beschäftigt er rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt zahlreiche eigene Anlagen an mehreren Standorten in der Region – von einem Abfallwirtschaftszentrum über Wertstoffhöfe und Sammelstellen bis hin zu einem Energiepark. Durch die Nutzung von Sonne, Biomasse und Deponiegas versorgt der ZAKB mehrere hundert Haushalte mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energieträgern. So leistet der Zweckverband einen Beitrag zur Energiewende im Kreis Bergstraße.
Tel: 06256 851-205 | Mobil: 0171 8105105 | Fax: 06256 851-9723 www.zakb.de
Juni 2026: ZAKB-Verbandsversammlung tagt in Hüttenfeld
Verbandsversammlung des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) befasst sich mit dem Wertstoffhofsystem im Kreis Bergstraße
(Lampertheim-Hüttenfeld, 16. Juni 2026) Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) hat am 16. Juni 2026 in Hüttenfeld getagt. Zu den zentralen Themen der Sitzung zählten der Jahresabschluss 2025, die künftige Gebührenentwicklung, die Entsorgung freigegebener Abfälle aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Biblis sowie die weitere Digitalisierung des ZAKB.
Jahresabschluss und Gebührenstabilität im Fokus
Für das Geschäftsjahr 2025 weist der ZAKB einen geplanten Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 1,82 Millionen Euro aus. Gleichzeitig befasste sich die Verbandsversammlung mit der Gebührenstabilität. Derzeit geht der Verband davon aus, dass die vorhandenen Rücklagen die steigenden Kosten ab 2027 nicht mehr vollständig ausgleichen können und eine Gebührenanpassung erforderlich wird. Um starke Gebührensprünge zu vermeiden, soll die Gebührenkalkulation ab 2027 auf einen zweijährigen Kalkulationszeitraum umgestellt werden.
Verhandlungen über Gesamtlösung für Biblis-Abfälle
Nachdem die beteiligten Akteure ihre Bereitschaft signalisiert hatten, die Gespräche zur Entsorgung der freigegebenen Abfälle aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Biblis wieder aufzunehmen, konnten die Verhandlungen in den vergangenen Monaten deutlich vorangebracht werden. Gegenstand der Gespräche ist eine gemeinsame Vereinbarung, die die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Entsorgung sowie die Beilegung bestehender Streitigkeiten regeln soll. Ziel ist eine rechtssichere Gesamtlösung, die eine zeitnahe Entsorgung ermöglicht und die Erfüllung der gesetzlichen Entsorgungspflichten des ZAKB sicherstellt. Die Beteiligten streben einen zeitnahen Abschluss der Verhandlungen an.
Digitalisierung und interkommunale Zusammenarbeit
Auf der Agenda stand zudem die weitere Digitalisierung des Verbands. Mit dem geplanten Beitritt zur ekom21 stärkt der ZAKB seine Mitwirkungsmöglichkeiten bei Digitalisierungsprojekten und beim Ausbau kommunaler IT-Lösungen.
Wertstoffhof Bürstadt: Der Neubau des Wertstoffhofs Bürstadt verläuft weiterhin planmäßig. Nach Abschluss der Tief- und Straßenbauarbeiten folgen die Ausstattung des Standorts sowie die Installation der technischen Komponenten. Parallel startet die Testphase für die digitalen Angebote. Die Eröffnung des neuen Wertstoffhofs ist im dritten Quartal 2026 vorgesehen.
Erweiterung AWZ
Die Erweiterung des Abfallwirtschaftszentrums (AWZ) befindet sich nach Abschluss wesentlicher Schritte der Bauleitplanung in der nächsten Projektphase. Mit der Beauftragung der Fachplaner für Tiefbau, Hochbau und technische Gebäudeausstattung wurde die konkrete Fachplanung gestartet.
Nach aktuellem Planungsstand wird eine Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2029 angestrebt.
Positives Jahresergebnis bei Tochtergesellschaft
Ebenfalls behandelt wurde der Beteiligungsbericht 2025 der hundertprozentigen Tochtergesellschaft des ZAKB. Nach einem negativen Ergebnis im Vorjahr schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2025 wieder mit einem Jahresüberschuss ab. Chancen für die weitere Entwicklung sieht das Unternehmen insbesondere in der Digitalisierung der Wertstoffhöfe sowie einer verbesserten Wertstoffvermarktung.
Weitere Themen der Sitzung
Darüber hinaus standen der erste Controllingbericht 2026 sowie die Bestellung des Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2026 auf der Tagesordnung. Der Controllingbericht informiert über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Verbands und die wichtigsten Leistungskennzahlen des laufenden Geschäftsjahres. Mit der Bestellung des Jahresabschlussprüfers wurden zudem die Voraussetzungen für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses 2026 geschaffen.
Termine Umweltmobil
Bitte lesen Sie die Bestimmungen für die Abgabe und beachten Sie den Anhang: Merkblatt gefährliche Abfälle. Die Termine finden Sie hier: https://www.zakb.de/leistungen/umweltmobil
Umweltmobil für gefährliche Abfälle: Regeln und Erläuterungen
Als mobile Anlaufstelle ermöglicht das Umweltmobil den Bürgerinnen und Bürgern an über 80 Standorten eine wohnortnahe Entsorgung von „Sondermüll“. Auch 2023 ist das Umweltmobil im Auftrag des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) wieder unterwegs, um sogenannte gefährliche Abfälle wie Verdünner, Frostschutzmittel oder Lacke einzusammeln. Es hält an über 80 Standorten im ganzen Kreis Bergstraße. Für Privatpersonen ist die Abgabe der Chemikalien dort kostenlos.
Angenommen werden am Umweltmobil: Düngemittel, Fotochemikalien (Fixierer, Entwickler), Haushaltsreiniger, Holzschutzmittel, Imprägniermittel, Insektenschutzmittel, Kalkentferner, Kosmetika, Laborchemikalien, Lacke und Lasuren (lösemittelhaltig), Leim- und Klebemittel, Lösungsmittel, Ölverschmutzte Betriebsmittel, Lampenkondensatoren, Pflanzenschutzmittel, Pinselreiniger, Rostschutzmittel, Quecksilberthermometer/-schalter, Säuren, Laugen, Spachtelmassen, Spraydosen, Verdünner und WC-Reiniger.
Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.
Alle Termine finden die Bürgerinnen und Bürger auf ihrem Abfallkalender, in der ZAKB-App oder unter www.zakb.de.
Bitte beachten Sie auch den Anhang: Merkblatt gefährliche Abfälle.
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Bei der energetischen Nutzung von Abfällen und der Förderung der Kreislaufwirtschaft hat der ZAKB in den vergangenen Jahren bereits viel bewegt:
„In unserer Biogasanlage erzeugen wir aus den Bioabfällen der Bürgerinnen und Bürger grüne Energie und Kompost als hochwertigen Dünger für die Landwirtschaft. Auf den Feldern wachsen später wieder neue Pflanzen, deren Reste letztlich wieder in der Biotonne landen. So schließt sich der Kreis“, erklärte Sascha Bocksnick. „Zukünftig wird es darum gehen, diesen Kreislaufgedanken auf weitere Abfallfraktionen auszuweiten. Hier sind Politik, Gesellschaft, Produkthersteller und Entsorger gleichermaßen gefordert, geeignete Maßnahmen und Lösungen zu finden“, so Bocksnick weiter.
Neben der Biogasanlage in Heppenheim betreibt der ZAKB zahlreiche Photovoltaikanlagen auf seinen Gebäude- und Anlagendächer sowie auf der ehemaligen Deponie in Lampertheim-Hüttenfeld.
Weg von der Wegwerfgesellschaft
Die positive Wirkung der kommunalen Abfallwirtschaft für Umwelt- und Klimaschutz betonte auch Staatssekretär Conz aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Wir machen Hessen klimaneutral. Dafür müssen wir weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße hat sich schon auf den Weg gemacht. Er zeigt auf vorbildliche Weise, wie Abfall bestmöglich getrennt erfasst, zu hochwertigen Sekundärrohstoffen wie Kompost aufbereitet und die im Abfall vorhandene Energie effizient genutzt werden kann. Ich bedanke mich für diese gesellschaftlich wichtige Arbeit und gratuliere herzlich zum 20-jährigen Bestehen,“ so Conz.
ZAKB: weniger Fremdstoffe im Bioabfall
Seit August 2021 scannen Sammelfahrzeuge des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) die Biotonnen auf falsch entsorgte Abfälle. Bei Verstößen gab es bisher eine Gelbe Karte als Verwarnung, ab 1. März 2022 beginnt die rote Phase und die Tonnen von Falschtrennern bleiben stehen.
Bioabfall hat jede Menge Potenzial – für die Erzeugung von grüner Energie und die Herstellung von Kompost. Wären da nicht die falsch entsorgten Abfälle in den Biobehältern, die eine Weiterverarbeitung erschweren und hohe Kosten verursachen. Um die Qualität der Bioabfälle zu verbessern, ist der ZAKB begleitend zu seiner Aufklärungsarbeit vergangenen Sommer einen konsequenten, aber leider notwendigen Schritt gegangen und hat Sammelfahrzeuge mit elektronischen Detektoren für Fremdstoffe ausgestattet.
Positiver Trend durch elektronische Detektoren: Weniger Fremdstoffe in den braunen Tonnen
Juni 2022: Ob Verpackungen, Glas oder Batterien – immer wieder landen Dinge in den braunen Tonnen, die dort nicht hineingehören. Sie müssen aufwendig aussortiert werden, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für die Verwertung der Bioabfälle sicherzustellen. Das kostet den Verband und letztlich die Gebührenzahler jedes Jahr viel Geld. Der ZAKB bemüht sich daher kontinuierlich um eine bessere Qualität der Bioabfälle – über Aufklärungsarbeit und seit vergangenem Sommer auch mithilfe elektronischer Detektionssysteme an Sammelfahrzeugen. Der Einsatz zeigt nun Wirkung.
„Von August 2021 bis Juni 2022 wurden rund 185.000 Bioabfallbehälter im Kreis Bergstraße mithilfe der Detektoren überprüft. In diesem Zeitraum hat sich der Anteil an falsch befüllten braunen Tonnen von 9,5 auf 7 Prozent reduziert. Die Tendenz stimmt. Auch wenn es für ein abschließendes Urteil zu früh ist, gehen wir noch von einer weiteren Verbesserung aus“, erklärt Sascha Bocksnick, Geschäftsführer des ZAKB. Auch Landrat und Verbandsvorsitzender Christian Engelhardt zeigt sich mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. „Wir sind auf einem guten Weg und haben die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger auf unserer Seite. Sie unterstützen die Arbeit ihrer Müllabfuhr, indem sie richtig trennen und Verständnis für die Maßnahme zeigen. Dafür möchte ich mich bedanken“, so Engelhardt.
Der ZAKB plant, zukünftig weitere Sammelfahrzeuge mit Detektionssystemen auszustatten.
Rote Karte für Falschtrenner
Februar 2022: Gestartet mit einer Verwarnphase, in der die Tonnen von Falschtrennern eine Gelbe Karte mit Trennanleitungen erhielten, beginnt ab 1. März 2022 der Regelbetrieb: Ab diesem Zeitpunkt werden falsch befüllte Biotonnen mit einer Roten Karte versehen und nicht mehr geleert. Die Bürgerinnen und Bürger können sich dann bei der Kundenberatung des ZAKB melden und die Tonne nachsortieren oder gegen Gebühr beim nächsten Restabfalltermin leeren lassen.
Umgang mit Abfällen ist eine Gemeinschaftsaufgabe
„Damit die Verarbeitung des Bioabfalls gelingt, sind wir auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Nur wenn sie ihre Abfälle richtig trennen, können wir die stetig strenger werdenden gesetzlichen Vorgaben unter anderem durch die Bioabfallverordnung einhalten“, erklärt Sascha Bocksnick, Geschäftsführer des ZAKB. „Sie schreibt beispielsweise Grenzwerte für den zulässigen Anteil falsch entsorgter Gegenstände im Bioabfall vor und verpflichtet uns, diese zu kontrollieren und Maßnahmen zur Vermeidung solcher Fremdstoffe zu ergreifen – noch bevor wir die Bioabfälle in unserer Biogasanlage behandeln. Werden die Werte überschritten, sind wir gefordert, unsere Anlagen zukünftig technisch weiter aufzurüsten – eine kostspielige Investition, die letztlich alle Gebührenzahler treffen würde“, so Bocksnick weiter.
Biopower für Menschen und Pflanzen im Kreis Bergstraße
In seiner Biogasanlage in Heppenheim verarbeitet der ZAKB alle Bioabfälle aus den braunen Tonnen im Kreis Bergstraße – jährlich rund 32.000 t. Eingesammelt direkt vor den Haustüren der Bürgerinnen und Bürgern, liefern die Sammelfahrzeuge die Abfälle in der Biogasanlage an. Ein Radlader verfrachtet sie anschließend in sogenannte Fermenter, riesige Boxen, in denen Bakterien damit beginnen, das Material zu zersetzen. Es entsteht Biogas, das über Rohre in einen Speicher und anschließend in ein Blockheizkraftwerk gelangt. Dort erzeugt der ZAKB pro Jahr rund 4.500.000 kWh Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Zudem entsteht Abwärme, die für den Betrieb der Anlage verwendet wird. Gibt der Bioabfall kein Gas mehr frei, kommt er in sogenannte Rotteboxen, um ihn weiter zu kompostieren und zu hygienisieren. Das bedeutet, er wird bei hohen Temperaturen eingelagert, um Keime abzutöten – schließlich möchte niemand später Wildwuchs von alten Pflanzensamen beim Düngen haben. Anschließend transportiert ein Radlader das Material in eine Halle, wo es gesiebt und von Fremdstoffen wie Verpackungen, Gläsern und Batterien befreit wird. Übrig bleibt bester Kompost für die Landwirtschaft, aber auch ein großer Berg aus Unrat, der bei einer korrekten Bioabfall-Trennung nicht da wäre. Dieser muss zu vergleichsweise hohen Preisen als Restabfall in einem Müllheizkraft thermisch verwertet werden.
Was darf in die Biotonne und was nicht
Grundsätzlich gehören alle Küchen- und Gartenabfälle in die braune Biotonne – lose, eingewickelt in Zeitungspapier oder verpackt in einer Papiertüte.
Als „kompostierbar“ oder „biologisch abbaubar“ deklarierte Plastiktüten und -produkte wie Geschirr oder Kaffeekapseln dürfen nicht in den Bioabfall. Sie zersetzen sich in den Anlagen des ZAKB nicht schnell genug und müssen daher mühsam aussortiert und als Restabfall entsorgt werden.
Das darf in die Biotonne (Auswahl):
Obst-, Gemüse- und Salatabfälle, Eierschalen, Knochen und Fischgräten, Kaffeesatz und -filter, Teebeutel, Frittierfett aufgesaugt in Zeitungspapier oder Küchenkrepp, Lebensmittel ohne Verpackung, Gartenabfälle wie Blumen, Rasen- und Grünschnitt, Rinde, Schalen von Zitrusfrüchten
Das darf nicht in die Biotonne (Auswahl):
Plastikbeutel, auch aus biologisch abbaubaren bzw. kompostierbaren Kunststoffen, Glas, Staubsaugerbeutel, Asche, Windeln, Zigarettenkippen und Tabak, Katzenstreu, Tierkot
Abfalltrennung leicht gemacht
Um das richtige Trennen zu erleichtern, bietet der ZAKB den farbenfrohen Abfallbehälter BiOTONi an. Der praktische Alltagshelfer ist spülmaschinenfest, lässt sich luftdicht verschließen und sieht in der Küche auch noch prima aus. Erhältlich ist der BiOTONi für 10 EUR auf zahlreichen ZAKB-Wertstoffhöfen sowie in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen: Touristinformation Heppenheim, Rathaus Bensheim, Bürgerbüro Lorsch, Rathaus-Service Lampertheim, Küchenstudio „Küchen mit Biss“, Viernheim
sowie auf den Wertstoffhöfen Bensheim, Bürstadt, Einhausen, Fürth, Groß-Rohrheim, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch, Rimbach, Viernheim, Energiepark Lampertheim-Hüttenfeld
Verpackungen, Gläser, Batterien – Fremdstoffe erschweren Anlagenbetrieb
Daher ist auch eine richtige Abfalltrennung unerlässlich, wie ein Berg aus Verpackungen, Marmeladengläsern und Batterien den Besuchern eindrucksvoll vor Augen führte. Denn leider landen immer wieder Fremdstoffe in den Biotonnen und somit in der Biogasanlage. Dort stören sie die Abläufe und müssen mühsam von den Mitarbeitern aussortiert werden. Das kostet viel Zeit und Geld.
Wo entsorge ich was? Trennanleitung zeigen, wie es geht
Unter www.zakb.de stellt der Zweckverband kostenlos Anleitungen für eine korrekte Abfalltrennung zum Download bereit – bebildert und in über 10 Sprachen.
Um das richtige Trennen zu erleichtern, bietet der ZAKB den farbenfrohen Abfallbehälter BiOTONi zum Kauf an. Der praktische Alltagshelfer ist spülmaschinenfest, lässt sich luftdicht verschließen und sieht in der Küche auch noch prima aus. Erhältlich ist der BiOTONi für 10 EUR auf zahlreichen ZAKB-Wertstoffhöfen sowie in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen: Touristinformation Heppenheim, Rathaus Bensheim, Bürgerbüro Lorsch, Rathaus-Service Lampertheim, Küchenstudio „Küchen mit Biss“, Viernheim sowie auf den Wertstoffhöfen: Bensheim, Bürstadt, Einhausen, Fürth, Groß-Rohrheim, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch, Rimbach, Viernheim, Energiepark Lampertheim-Hüttenfeld
Abfall vermeiden leicht gemacht: Broschüre „Einkaufsguide Verpackungen“ kostenlos erhältlich beim ZAKB
Wie sich Abfall vermeiden lässt und worauf Bürgerinnen und Bürger bei eingepackten Produkten achten können, erklärt der Einkaufratgeber des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung – kostenfrei downloaden oder anfordern.
Rund 9.000 Tonnen Verpackungen sammelte der ZAKB im Jahr 2019 über die Gelben Säcke im Kreis Bergstraße ein – Tendenz steigend. Hinzu kommen noch jede Menge Kartonagen und weitere Materialien. Mit dem „Einkaufsguide Verpackungen“ gibt der Zweckverband den Bürgerinnen und Bürgern pünktlich zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung einen Kompass für den nächsten Einkauf an die Hand: Er bietet Orientierung im Verpackungsdschungel und zeigt anhand ausgewählter Produkte, worauf Verbraucher achten können, um Abfall im Alltag zu vermeiden und das Recycling zu verbessern. Erhältlich ist der Einkaufratgeber kostenlos als Download auf www.zakb.de, per E-Mail an
Abfall vermeiden hat viele Facetten und ist eine Gemeinschaftsaufgabe
Als kommunaler Entsorger lenkt der ZAKB die Abfälle und Wertstoffe im Kreis Bergstraße auf die richtigen Entsorgungswege. Wenn es darum geht, Abfall zu vermeiden, ist er jedoch wesentlich auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Mit fünf einfachen Tipps erklärt der Zweckverband, wie jeder einen Beitrag leisten kann:
Tipp 1: Trennen statt wegwerfen
Grundsätzlich ist erst einmal nur Restabfall echter „Müll“. Landet ein Gegenstand in der schwarzen Tonne, ist er verloren und wird im Müllheizkraftwerk verbrannt. Daher gilt: Trennen Sie Abfälle gründlich und entsorgen Sie nur Materialien im Hausmüll, die dort auch tatsächlich hineingehören. Um das Recycling von Verpackungen im Gelben Sack zu erleichtern, sollten Sie die Wertstoffe so gut es geht in ihre Einzelteile zerlegen – das heißt zum Beispiel beim Joghurtbecher: den Deckel und – falls möglich – das Etikett abziehen und separat entsorgen.

Tipp 2: Mehrweg statt Einweg
Thermotasse statt Einwegbecher, Brotdose statt Alufolie, Stoffbeutel statt Plastiktüte – das sind nur drei Beispiele, wie Sie im Handumdrehen Abfall vermeiden können. Greifen Sie beim Einkauf zudem auf Mehrweg-Verpackungen wie Glas zurück. Bei einigen Geschäften und Supermärkten können Sie Ihre Einkäufe wie Kaffee, Wurst oder Käse außerdem direkt in eigene Behältnisse einpacken lassen.
Tipp 3: Frisch statt verpackt
Der beste Weg, Müll zu vermeiden, ist verpackungsfreies Einkaufen. Wählen Sie zum Beispiel bei Obst und Gemüse stets lose Ware aus und meiden Sie „Fertigprodukte“. Wochenmärkte oder „Unverpackt-Läden“, die es mittlerweile auch im Kreis Bergstraße gibt, sind eine ideale Alternative zum Supermarkt.
Tipp 4: Second Hand statt neu kaufen
Was Sie nicht mehr benötigen, gefällt vielleicht noch einem Mitbürger. Verschenken oder verkaufen Sie gebrauchte Dinge auf Flohmärkten, in Second Hand-Läden, „Kleiderkreiseln“, über Kleinanzeigen oder in den Sozialen Netzwerken.
Tipp 5: Bedarf statt Masse
Jahr für Jahr landen in Deutschland allein rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Planen Sie Ihre Einkäufe daher vorausschauend und kaufen Sie bewusst ein – nach der Devise: Benötige ich das wirklich?

Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 21. bis 29. November 2020
2020 - Worauf Bürgerinnen und Bürger, die am Corona-Virus erkrankt sind, bei der Abfallentsorgung achten müssen:
02. April 2020 Infizieren sich Menschen mit dem Corona-Virus, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Welche Regeln Bürgerinnen und Bürger bei der Abfallentsorgung auf Anraten des hessischen Umweltministeriums (HMUKLV) in diesem Fall einhalten sollten, darüber informiert der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB). Das Bundesumweltministerium hat die Empfehlungen erweitert: Neu ist insbesondere der Punkt, dass erkrankte Personen in Quarantäne-Haushalten alle Abfallarten über den Restabfall entsorgen können. Dies gilt jedoch ausdrücklich nur für Quarantäne-Haushalte. Die übliche getrennte Sammlung von Abfällen für alle Haushalte ohne infizierte Personen ist keinesfalls aufgehoben.
Für private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, gilt:
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Neben Restabfall werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Bioabfall über die Restabfalltonne entsorgt.
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Sämtliche dieser Abfälle werden in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben. Einzelgegenstände wie Taschentücher werden nicht lose in Abfalltonnen geworfen.
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Abfallsäcke werden durch Verknoten oder Zubinden verschlossen. Spitze und scharfe Gegenstände werden in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt. Abfallsäcke werden möglichst sicher verstaut, so dass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Säcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.
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Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausabfll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
Bürgerinnen und Bürger finden diese Vorgaben auch noch einmal auf der Webseite des ZAKB unter www.zakb.de oder über die kostenfreie ZAKB-App für Android- oder Apple-Geräte.
Ursprüngliche Mitteilung vom 25. März 2020:
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Sämtliche Abfälle, die kontaminiert sein könnten, sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcken entsorgt werden. Das Einwerfen von z.B. losen Taschentüchern in eine Abfalltonne ist zu unterlassen.
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Die Abfallsäcke sind anschließend durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen.
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Es ist darauf zu achten, dass mindestens 3 Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle mehr in die jeweiligen Behälter bzw. in den Gelben Sack geworfen werden.
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Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert.
 Anhänge / Downloads
Merkblatt zur Sammlung gefaehrlicher Abfaelle.pdf