GGEW: Jahresrückblick 2025

„Wir haben geliefert!“ GGEW AG nach herausforderndem Jahr 2024 wieder auf Kurs und blickt zuversichtlich auf Jubiläumsjahr

Bensheim. Die GGEW AG ist nach dem Ausnahmejahr 2024 wieder klar auf Kurs. Nachdem Vorstand Carsten Hoffmann das vergangene Jahr als „das schwierigste seit Gründung des Unternehmens“ bezeichnet hatte, zeigen die eingeleiteten Maßnahmen nun deutlich Wirkung. Die Strategie greift – erste positive Entwicklungen sind schon heute mess- und sichtbar.

Stabilisierung trotz herausforderndem Marktumfeld: „2024 war für uns ein Jahr der Bewährungsprobe und zugleich ein Weckruf“, sagt Hoffmann. „Wir haben die Situation schonungslos analysiert, konsequente Entscheidungen getroffen und notwendige Veränderungen auf den Weg gebracht, um die GGEW AG wieder robust und zukunftsfähig aufzustellen.“ Zum Jahresende 2025 wird klar: 2024 bleibt der prognostizierte „Einmaleffekt“. Besonders erfreulich ist, dass die GGEW AG ihre Dividende künftig wieder aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet – ein Beleg für die finanzielle Konsolidierung und die Wirksamkeit der Transformationsprojekte.

Auch bei den Kundenzahlen zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend, insbesondere in der Heimatregion. Das Vertrauen vieler Kundinnen und Kunden kehrt zurück. „Wir haben im Vertrieb und Kundenservice unsere Hausaufgaben gemacht“, berichtet Hoffmann. Eine breitere vertriebliche Aufstellung, kombiniert mit einer stärkeren Bindung in der Kernregion Bergstraße und Hessisches Ried, zahle nun spürbar auf die Entwicklung ein.

Zur Stabilisierung trägt auch die personelle Neuaufstellung im Vertrieb bei: „Mit Vincenzo De Matteo bringt ein erfahrener und zugleich sehr junger Energiemanager frischen Wind in unsere Aktivitäten. Er kann auf einem soliden Fundament aufbauen, das sein Vorgänger Rainer Babylon in den vergangenen 25 Jahren geschaffen hat.“ Babylon unterstützt das Unternehmen weiterhin beratend, bevor er 2026 planmäßig in den Ruhestand geht.



GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann im Gespräch (Foto: Nina Ludwig, NL Productions)

Strategische Fortschritte: Digitalisierung und Effizienzprogramme wirken zusammen: Mit der konsequenten Umsetzung der Digitalstrategie und eines organisationsweiten Effizienzprogramms stellt sich die GGEW AG für die kommenden Jahre neu auf. „Beide Projekte greifen ineinander und schaffen die Grundlage dafür, dass wir schneller, agiler und kundennäher werden“, erklärt Hoffmann. Optimierte Prozesse und moderne Systeme sollen die Servicequalität weiter verbessern und interne Abläufe beschleunigen.

Neue Konzession stärkt regionale Versorgung: Ein wichtiger Meilenstein: Die Stadtverordnetenversammlungen von Lampertheim und Bürstadt haben sich dafür ausgesprochen, die Stromnetzkonzession an die GGEW AG zu vergeben. „Wir sichern damit regionale Wertschöpfung und bieten den Menschen im Hessischen Ried künftig eine bestmögliche Versorgungssicherheit“, betont Hoffmann. Seit der Fusion mit Energieried betreibt GGEW neben dem Hauptsitz in Bensheim einen Verwaltungsstandort in Lampertheim.

Bestätigt sieht das Unternehmen darin nicht nur die gute Arbeit der Mitarbeitenden im technischen Bereich, sondern gleichermaßen das Bestreben nach konstanter Verbesserung. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass GGEW zum zweiten Mal in Folge für die Gewerke Strom und Gas und erstmalig auch für die Sparten Wasser und Wärme eine TSM-Zertifizierung erhielt.

Regionale Energiewende: Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien bleibt die GGEW AG auf Wachstumskurs. Nach mehreren neu in Betrieb genommenen Photovoltaik-Freiflächenanlagen – darunter der Innovationspark in Wald-Michelbach mit dem größten Energiespeicher der Region – befinden sich weitere Projekte in Planung.

Im Bereich Windenergie nimmt ein weiteres Großprojekt wieder Fahrt auf: Gemeinsam mit ABO Energy möchte GGEW an frühere Pläne anknüpfen und den Windpark am Gahrenberg in Nordhessen realisieren. Nach der Klärung relevanter luftverkehrsrechtlicher Fragen ist nun erneut Bewegung im Projekt. Ein Genehmigungsantrag könnte bereits Ende 2026 gestellt werden.

Starker Auftakt für die GGEW Crowd: Sehr erfolgreich startete zudem im Sommer die GGEW Crowd – eine Plattform zur Förderung regionaler Projekte in Zusammenarbeit mit fairplaid und dem VKU-Verlag. Seit ihrem Start wurden bereits 16 Vorhaben unterstützt, über 100.000 Euro aus dem Fördertopf der GGEW ausgeschüttet. Allein die diesjährige Weihnachtsaktion startete mit 30.000 Euro und war innerhalb eines Tages ausgeschöpft. Das zeigt eindrucksvoll, wie groß das Engagement in unserer Region ist und welche Rolle wir als Partner der Vereine und Initiativen spielen“, zeigt sich Hoffmann zufrieden mit der Entwicklung.

Mit Zuversicht ins Jubiläumsjahr 2026: Im kommenden Jahr feiert die GGEW AG ihr 140-jähriges Bestehen. Für Hoffmann ist dies ein besonderer Anlass, den Blick nach vorn zu richten:
„2026 wird ein Jahr des Aufbruchs. Wir erwarten erste sichtbare Ergebnisse unserer Digitalstrategie, treiben den Ausbau der Erneuerbaren weiter voran und stellen wichtige Weichen für die Zukunft. Vor allem aber wollen wir Vertrauen zurückgewinnen – bei unseren Kundinnen und Kunden, bei unseren Partnern und in der gesamten Region.“

Dank an die Mitarbeitenden: Zum Abschluss würdigt Hoffmann das Engagement der Belegschaft. „Die vergangenen Monate waren für alle sehr anspruchsvoll. Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden, die diesen Weg mitgehen, anpacken und Veränderungen aktiv mitgestalten.“

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Juni 2025 - GGEW Crowd geht live: Energieversorger weitet Spenden- und Sponsoringportfolio aus

Bergstraße. Die GGEW AG weitet ihr Spenden- und Sponsoringportfolio aus. Auf der GGEW Crowd können ab sofort Vereine und Initiativen für Unterstützung werben – bezuschusst durch den GGEW-Fördertopf. Die ersten Projekte wurden bereits zum offiziellen Start der GGEW Crowd angelegt.

HeimatStärken im Fokus

Ziel der Crowdfunding-Plattform ist es, ein niedrigschwelliges Angebot zu bieten und Vereinen und Initiativen aus der Region eine flexible Möglichkeit zu bieten, lokale Projekte umzusetzen. „Gerade nach der Fusion mit der ehemaligen Energiegried und dem damit einhergehend größer gewordenen Netzgebiet von GGEW stiegen auch die Anfragen nach Unterstützung“, erklärt Patricia Schlesing, Projektverantwortliche des Energieversorgers für die GGEW Crowd. „Mit der GGEW Crowd bieten wir nun ein Angebot für alle – ohne lange Prüfungsprozesse oder lange Fristen.“ Die GGEW Crowd biete auch unterjährig neue Möglichkeiten, Unterstützung zu akquirieren. Ziel sei es, noch mehr Vereinen eine Unterstützung anzubieten. „Gerade denen, die sich hier engagieren, wollen wir mit der Crowd neue Möglichkeiten bieten. Daher auch unser Motto #HeimatStärken“, bekräftigt Schlesing. Im Fokus sei das Netzgebiet von GGEW, aber auch der gesamte Kreis Bergstraße.

GGEW Crowd – Das Konzept

Die Idee dahinter ist leicht erklärt: Ein Projektstarter trägt sein Herzensprojekt auf der Plattform der GGEW Crowd ein, fügt eine Projektbeschreibung, die Laufzeit sowie die zu erreichende Endsumme hinzu und es geht los. Sobald das Projekt online ist, können Projektstarter für ihre Herzensangelegenheiten Spenden sammeln. Pro getätigter Spende über 10 Euro fließen weitere 10 Euro aus dem Fördertopf von GGEW in das jeweilige Projekt dazu. Grundlage der Idee ist das bereits bekannte Crowdfunding, also eine sogenannte Schwarmfinanzierung: Viele Kleinstbeträge ergeben eine große Summe. Damit möglichst viele von der neuen Plattform profitieren können, bietet GGEW mit ihren Partnern ein breites Informationsangebot auf der Website an. „Außerdem gibt es wöchentlich kurze und kostenlose Seminare für Projektstarter. Darin wird der Ablauf detailliert beschrieben und offene Fragen geklärt“, ergänzt Schlesing.

Partner mit Erfahrung

Als Partner für die GGEW Crowd hat der Bergsträßer Energieversorger den etablierten Crowd-Projektstarter fairplaid für sich gewonnen. In Zusammenarbeit mit dem VKU-Verlag sowie der Initiative „Kommunales Crowdfunding“ wurden bereits zahlreiche „Stadtwerke-Crowds“ in Deutschland und Österreich ins Leben gerufen – mit Erfolg: Übergreifend wurden durch die kommunalen Crowdfunding-Plattformen bereits über 10 Millionen Euro für den guten Zweck gesammelt und über 2.000 Projekte in den Bereichen Kultur, Sport, regionales Engagement, Bildung oder Umweltschutz erfolgreich finanziert.

Positives Signal an die Vereinslandschaft

Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG, bekräftigt den Wert der neuen Plattform für die Vereinswelt in der Region: „Mit der GGEW Crowd wollen wir ein nutzerfreundliches und effektives Tool bereitstellen, das allen Vereinen gleichermaßen zugutekommt.“ Dass die GGEW Crowd sich schnell etabliert und zur Region passt, da ist sich auch Christine Klein, Bürgermeisterin der Stadt Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG, sicher: „Eine bunte Gesellschaft, wie wir sie bei uns im Kreis vorfinden, und eine lebendige Region zeichnen sich durch kulturelle Vielfalt und regionale Besonderheiten aus. Mit der GGEW Crowd haben unsere ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger neue Möglichkeiten, ihre Ideen zu realisieren.“ Schon heute verzeichnet die GGEW Crowd einen besonderen Erfolg und knüpft neue Kontakte in die regionale Vereinswelt. Als erster Projektstarter berichtet Bastian Meyn, Sportvorstand des Tennisclubs Blau-Weiß Heppenheim, von der Handhabung der neuen Plattform: „Die Einstellung des eigenen Projektes gestaltet sich sehr intuitiv und auch Fragen werden vom jeweiligen Projektcoach schnell und freundlich beantwortet. Wir freuen uns, dass das Projekt nun offiziell startet, und hoffen auf viele Unterstützer!“

Alle weiteren Infos zur Crowd und für Projektstarter finden Sie unter ggew-crowd.de.

 

August 2024 - GGEW AG startet neuen Ausbildungsjahrgang: Die Energiewende mitgestalten: GGEW AG startet neuen Ausbildungsjahrgang. Fachkräfte für Energiewende.

Bergstraße. Mit dem August startet traditionell der neue Jahrgang der Auszubildenden in Hessen – und damit auch bei der GGEW. Insgesamt 18 junge Menschen erhalten beim Energieversorger fortan eine fundierte und zukunftssichere Berufsausbildung. Neben acht Auszubildenden erhalten zehn Jahrespraktikantinnen und -praktikanten Einsicht in das Unternehmen. Ausbildung mit Gehalt und Sinn

Dass die Ausbildung bei der GGEW ein richtiger Schritt ist, bekräftig Vorstand Carsten Hoffmann: „Die GGEW ist als regionaler Energieversorger und Netzbetreiber unmittelbar am Gelingen der Energiewende beteiligt. Mit der Ausbildung gehen die jungen Menschen nun den ersten Schritt, um diese Energiewende umzusetzen und mitzugestalten.“

Neben einem breiten Spektrum an technischen Berufen, das von der Ausbildung im Bereich Elektrik für Betriebstechnik bis zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Fachkraft für Bäderbetriebe reicht, sind auch Ausbildungsberufe mit kaufmännischem Schwerpunkt im Angebot des Energieversorgers.

Attraktive Bedingungen

Die Ausbildung bei der GGEW besticht nicht nur durch zukunftssichere Tätigkeiten, sondern auch durch besonders attraktive Arbeitsbedingungen. „Wir bieten allen Auszubildenden von Beginn an 30 Tage Urlaub im Jahr sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, erklärt Melanie Heddäus, Ausbildungsleiterin der GGEW. Zudem sei eine betriebliche Altersvorsorge, Sonderurlaub für Prüfungsvorbereitungen und eine faire Bezahlung nach Tarifvertrag obligatorisch. Besonders die Kreativität der Auszubildenden versuche man gezielt zu stärken und Talente zu fördern: „Bei uns können junge Menschen mit Interesse an Energiethemen und Innovationen ihre individuellen Fähigkeiten einbringen und sich weiterentwickeln. Dafür stehe ein internes Schulungsportal zur Verfügung. Auch die Teilnahme an Schulungen und Seminaren zur Fort- und Weiterbildung ist Teil der Entwicklungsmöglichkeiten bei der GGEW. So gestalten sie die Zukunft der Energielandschaft aktiv mit,“ schließt Heddäus.

April 2024 - GGEW: PV-Anlage auf Parkplatz mit 293 Kilowattpeak

Energiewende vor Ort: GGEW AG stellt Energie-Lösung für Parkplätze vor. Und zeigt selbst, wie es geht.

Bensheim. Bereits zu Beginn des Jahres wurde die Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen, nun stehen auch die Ladesäulen für die E-Autos der GGEW-Mitarbeiter bereit. Die GGEW präsentiert den neu gestalteten Mitarbeiterparkplatz in der Dammstraße in Bensheim.

 

Die beteiligten Firmen Stahlbau Ried GmbH sowie Vertreter der WSW Baubetreuungs GmbH gemeinsam mit Uwe Sänger, Technischer Bereichsleiter der GGEW (Mitte), Carsten Hoffmann, GGEW-Vorstand, Christine Klein, Bürgermeisterin der Stadt Bensheim, Stephan Kneissl, Abteilungsleiter Energiedienstleistungen der GGEW, und Florian Grob, Bereichsleiter Erneuerbare Energien der GGEW.

Flächen für die Energiewende genutzt

Das Konzept besticht durch Pragmatismus: Bereits versiegelte Flächen werden mit Photovoltaik-Anlagen überdacht, der so produzierte, regionale Ökostrom vor Ort verbraucht. Für GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann war schnell klar: „Die Idee müssen wir selbst umsetzen und somit als Blaupause und erster Ansprechpartner für andere Unternehmen dienen.“

Seit Anfang des Jahres 2024 überdachen 792 Einzelmodule den Mitarbeiterparkplatz der GGEW und bringen zusammen es auf eine Gesamtleistung von 293 Kilowattpeak*. Der erzeugte Strom versorgt nicht nur die 16 Ladesäulen für E-Autos der Mitarbeiter – überschüssige Kilowattstunden werden im benachbarten Basinus-Bad verbraucht. „Mit dem Projekt wollen wir zeigen, dass Flächen gewinnbringend mehrfach nutzbar gemacht werden können. Indem wir die Erneuerbaren vor Ort ausbauen, entlasten wir zudem das Stromnetz und werden als Wirtschaftsstandort resilienter“, erläutert Hoffmann.

Vorbildcharakter für die Region

Auch Christine Klein, Bürgermeisterin der Stadt Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG, macht sich ein Bild vom neuen Konzept: „Die GGEW zeigt mit dem Projekt, dass verschiedene Herausforderungen der Zukunft miteinander gedacht werden müssen: Die Energie- und Mobilitätswende und zusätzlich der Umgang mit der begrenzten Ressource ‚Fläche‘ im urbanen Raum. Die GGEW geht hier einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungssicherheit und stellt ein innovatives und attraktives Gesamtpaket vor, das als Vorbild für viele weitere Unternehmen in unserer Stadt und der gesamten Region dienen kann.“ Zudem zeige sich auch, dass in der Region Bergstraße das nötige Knowhow verortet sei, um Projekte dieser Art zu meistern: Mit den Firmen Stahlbau Ried und der WSW Baubetreuungs GmbH haben regionale Betriebe an der Verwirklichung des Vorhabens mitgewirkt und somit auch die Wertschöpfung in Südhessen gehalten.

Smarte Ladesäulen und weitere Vorteile

Damit die elektrisch betriebenen Fahrzeuge auch möglichst viel Sonnenstrom tanken, arbeiten die Mitarbeiter der GGEW daran, die Ladepunkte so zu steuern, dass insbesondere zu sonnenstarken Stunden die Ladeleistung ihr Maximum erreicht und somit möglichst wenig Strom aus dem Netz genutzt wird. „Derzeit sind wir hier noch in der technischen Umsetzung“, verrät Stephan Kneissl, Abteilungsleiter der Energiedienstleistungen und Projektverantwortlicher bei der GGEW. Dass das Pilotprojekt der GGEW in der Region auf großen Zuspruch stößt, daraus macht Kneissl kein Geheimnis: „Wir sind bereits in einem guten Austausch mit ansässigen Unternehmen im Kreis Bergstraße für ähnliche Projekte.“

Insbesondere Supermarktparkplätze seien prädestiniert für ähnliche Vorhaben – denn neben der großen Fläche, auf der man viel regionalen Grünstrom produzieren könne, sei auch der unmittelbare Vorteil für die Kunden nicht von der Hand zu weisen: „Bei Regen können die Einkäufe im Trockenen in das Auto geräumt werden, bei großer Hitze bleiben die Autos im Schatten und heizen weniger schnell auf“, fasst Kneissl zusammen. Zudem steige der Anteil an E-Autos jährlich an – ein Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur auf Kundenparkplätzen sei längst ein Standortvorteil für Gewerbetreibende und den Einzelhandel.

*Erläuterung der Redaktion: Maßeinheit Kilowattpeak (kWp) = maximale Leistung von Photovoltaikmodulen unter Standardbedingungen (siehe: https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-leistung/kilowatt-peak)

Januar 2024 - GGEW AG: Erweitertes Serviceangebot

Großer Bedarf an Beratung und Jahresverbrauchsabrechnung sorgt für längere Wartezeiten. GGEW weitet Angebot aus.

Bensheim. Aufgrund der Jahresverbrauchsabrechnungen müssen Kundinnen und Kunden der GGEW AG derzeit mit längeren Wartezeiten rechnen. Deshalb erweitert das Unternehmen das Beratungsangebot: „Aufgrund des derzeit sehr großen Beratungsbedarfs und der Aussendung der Jahresverbrauchsabrechnungen weiten wir unser Informationsangebot und die Beratungszeiten der telefonischen Kundenbetreuung aus“, verspricht Rainer Babylon, Bereichsleiter Vertrieb & Services bei der GGEW.

Ein breites Informationsangebot

Viele Fragen und Anliegen könnten zudem bereits über die Informationen auf der Unternehmenswebsite oder das Online-Kundenportal geklärt werden. Über das Online-Kundenportal der GGEW können Abschläge und persönliche Daten selbst und unabhängig von den Öffnungszeiten des Kundenservices geändert werden. Zusätzlich bietet die GGEW eine Liste an FAQs auf der Website an, die bereits viele Fragen vorab klären können. Um wiederkehrende Rückfragen zu den Jahresrechnungen proaktiv zu begegnen, werde bis Ende des Monats ein „Rechnungserklärer“ auf der Website der GGEW bereitgestellt. Über das interaktive Tool können sich Kundinnen und Kunden künftig die einzelnen Elemente ihrer Rechnung online erklären lassen. Wer darüber hinaus Beratungsbedarf habe, hätte immer auch die Möglichkeit, den Kundenservice persönlich zu erreichen. Am 27. Januar sowie am 03. Februar und dem 10. Februar sei der Kundenservice auch samstags zwischen 10 und 15 Uhr telefonisch erreichbar. Trotzdem sei es hilfreich, außerhalb der Stoßzeiten im Kundenservice der GGEW anzurufen: „Erfahrungsgemäß fallen Wartezeiten an den Nachmittagen oder freitags kürzer aus“, verrät Babylon.

Komplexere Themen führen zu längeren Beratungsgesprächen

Aufgrund der zu berücksichtigenden Preisbremsen in den Jahresabrechnungen komme es derzeit zu einem besonderen Mehraufwand. Die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass bekannte Prozesse komplexer geworden seien. Zusätzlich käme zudem seit einiger Zeit ein größerer Beratungsbedarf der einzelnen Kundinnen und Kunden dazu. „Die einzelnen Beratungstermine sind aufgrund der politischen Entwicklungen länger und komplexer geworden“, beschreibt Babylon die aktuelle Situation. Zu den erwarteten Rückfragen zu neuen Abschlägen und Jahresabschlussrechnungen kämen in Beratungsgesprächen nun auch vermehrt Rückfragen zur Energiedienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien und allgemeinen energiepolitischen Entwicklungen. Dies führe dazu, dass der Kundenservice seit einiger Zeit stark gefordert sei. Auch deshalb habe man sich dafür entschieden, durch eine proaktive Kommunikation und Information über die Website und das Angebot über das Online-Kundenportal für Entlastung zu sorgen und die telefonische Erreichbarkeit auszuweiten.

Alle Informationen zum Thema sind unter www.ggew.de zu finden.

Die GGEW AG

Gegründet 1886, zeichnet sich die GGEW AG seit jeher durch ihre Innovationskraft aus. Der südhessische Dienstleister für Energie, Telekommunikation, Mobilität und Infrastruktur hat frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt. Mit einem klaren Zielbild, frischen Ideen und attraktiven Produkten nimmt die GGEW AG heute in vielen Bereichen die Zukunft vorweg. Eigentümer des Unternehmens sind die Städte und Gemeinden Bensheim, Zwingenberg, Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Seeheim-Jugenheim, Lampertheim und Bürstadt. Die GGEW AG versorgt ihre Kunden nicht nur mit Strom, Gas und Wasser. Als Treiber der Energiewende investiert sie massiv in Photovoltaik und Windenergieanlagen. Das Glasfasernetz der GGEW ist die Grundlage für die digitale Zukunft der Region. Schnelle Internetverbindungen sowie Telefonie zählen ebenso zum Portfolio des Unternehmens wie eine stetig wachsende Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in der Region. Quartiersmanagement und der Einstieg in die Immobilienwirtschaft eröffnen der GGEW AG ebenso große Möglichkeiten wie die digitale Transformation der Energiewirtschaft. Als zukunftsorientierter und kundennaher Energiedienstleister arbeitet das Unternehmen intensiv an neuen Konzepten und Produkten für seine bundesweit rund 160.000 Kunden. In etlichen Gemeinden betreut und modernisiert sie darüber hinaus die Straßenbeleuchtung. Seit 2003 gehören auch die Bäderbetriebe in Bensheim zur GGEW AG. Anfang 2018 kam die Betriebsführung des Lorscher Waldschwimmbads hinzu. Im Sommer 2023 wurde die Fusion mit der ENERGIERIED GmbH & Co. KG aus Lampertheim umgesetzt. Das ist ein historischer Meilenstein für die Energieversorgung in Südhessen. Gemeinsam, mit gebündelten Kräften, können die immensen Herausforderungen in der Energiewirtschaft besser gemeistert werden. Die über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der GGEW AG engagieren sich mit ihrer Energie für eine zuverlässige und günstige Versorgung und entwickeln ständig neue, zukunftsweisende Lösungen. Ausgerichtet an den Kundenbedürfnissen und mit dem erklärten Ziel, die Region weiter voranzubringen.

Dezember 2020: GGEW unterstützt PV-Anlagenbesitzer

Lösungen für Post-EEG-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung herausfallen

Die GGEW AG bietet Lösungen für Photovoltaik-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung herausfallen. „Die Betreiber dieser Anlagen sind Vorreiter des Klimaschutzes und der dezentralen Erzeugung. Daher möchten wir sie weiterhin auf ihrem Weg unterstützen“, erklärt Carsten Hoffmann, Vorstand GGEW AG. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende und die Erreichung der Klimaziele. Dafür ist ein weiterer Ausbau der Photovoltaik notwendig, aber auch der Weiterbetrieb von älteren Anlagen leistet hierfür einen wertvollen Beitrag.

Zum 31.12.2020 endet der Förderzeitraum nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), also die Vergütung der kompletten Einspeisung der PV-Anlagen, die im Jahr 2000 oder früher in Betrieb genommen wurden. Die Anlagenbetreiber stehen daher vor der Frage, wie sie ihre Dachmodule weiterbetreiben können.

Auf Basis des aktuellen Gesetzesentwurfs gibt es hierfür zwei alternative Möglichkeiten. Zum einen die Fortführung der Volleinspeisung und Abrechnung mit dem Netzbetreiber (sogenannte Auffangförderung). Für den eingespeisten Strom erhalten die Anlagenbetreiber vom Netzbetreiber den Jahresmarktwert des Stromes abzüglich der Vermarktungskosten. Zum anderen hat die GGEW AG ein neues Produkt aufgesetzt zur Umrüstung der Anlagen auf Eigenverbrauch und der Abnahme des Überschussstromes. „Die Umrüstung von der bestehenden Volleinspeisung auf Eigenverbrauch kann für den Kunden eine ökonomisch sinnvolle Variante sein“, betont Anja Schmitt aus dem Bereich Unternehmensentwicklung der GGEW AG. Der Energiedienstleister bietet für die bei Umbau auf Eigenverbrauch notwendigen Anpassungen eine Umrüstpauschale an. Die Stromerzeugung aus der PV-Anlage, die nicht vor Ort verbraucht werden kann, bekommt der Kunde von der GGEW mit 4 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Stromvertrages mit der GGEW für den verbleibenden Strombedarf des Haushaltes, sollte dieser nicht schon vorhanden sein. Wer auch hier auf Regionalität und Solarenergie setzen möchte, kann sich für den Regionalstromtarif („Bergsträßer Sonnenpower“) entscheiden.

Noch hat der Gesetzgeber die EEG-Novelle nicht verabschiedet. Deshalb sind die finalen Regelungen, die für die PV-Anlagen gelten werden, deren Förderung Ende 2020 ausläuft, noch offen.

„Die Anlagenbetreiber können sich gerne an uns, ob als Netzbetreiber oder Direktvermarkter, wenden – wir stehen ihnen als Partner zur Seite“, so Anja Schmitt. Alle PV-Anlagenbetreiber, die im GGEW-Netzgebiet vom Ende des Förderzeitraums betroffen sind, werden von der GGEW postalisch informiert.

www.ggew.de

Dezember 2009: GGEW-net bietet Funkversorgung mit schnellem Internet

Bis es soweit ist, daß wir tatsächlich einen flächendeckenden Breitbandanschluß haben, bietet die GGEW-net mit einer Funkversorgung eine schnelle und unkomplizierte Lösung an.
Internetanbindungen für Geschäfts- und Privatkunden können die Versorgung ländlicher Gebiete, in denen es kein DSL gibt, mit schnellem Internet herstellen. Hohe Bandbreite und guter Service sowie eine preisgünstige und transparente Kostenstruktur wird zugesichert. Damit können Datenanbindungen zum Internet bis 2 mbit/s geschaffen werden. Wo die Nutzung vorhandener Kabel nicht möglich ist, können durch GGEW-net Funkzugänge zur Verfügung gestellt werden. Diese Hotspots werden im Gelände installiert und jeder Nutzer bekommt auf Wunsch die nötige Hardware gleich mitgeliefert.

Einige Hotspots hat die GGEW-net bereits eingerichtet: in Elmshausen 4 Stück + ehem. Fa. Tempel, in Reichenbach und Beedenkirchen je2 und in Neunkirchen 2. Der Nachteil ist: je mehr Nutzer auf einen Hotspot zugreifen, desto langsamer wird das Internet, während bei der Kabellösung die Bandbreite und die Übertragung nicht beschränkt ist.

Selbst wenn wir in näherer Zukunft Kabel bekommen: nicht immer muß unbedingt die Straße aufgerissen werden - oft genügt für einen Standardanschluß das bereits installierte Kupferkabel ins Haus. Nur bei einem direkten Hausanschluß mit Glasfaserkabel sind Straßenarbeiten erforderlich. Ein Glasfaserkabel kann problemlos 50 megabit und mehr pro Sekunde übertragen (zum Vergleich: in Reichenbach im Papiertiger hatte unsere Redaktion 780 kilobit/s, in Lautern sind es immerhin 3000 kbit/s - ein megabit = 1000 kilobits!) je nach Abstand vom Verteiler. Die Kabellösung kann stufenweise ausgebaut werden, so daß die Bandbreite mit dem späteren Einsatz einer Glasfaserverkabelung steigt.

Für die Vermarktung der Grundstücke in verschiedenen Lautertaler Gewerbegebieten ist es auf Dauer unumgänglich, daß ein Breitbandzugang angeboten wird. Zukunftsorientierte Unternehmen, die den im Raumordnungsplan Südhessen festgeschriebenen Beschränkungen (emissionsarmes Gewerbe) genügen, sind auf Internet angewiesen. Hans Seeger (Immobilien-gesellschaft Am Leimengarten GmbH & Co. KG aus Beedenkir-chen) wandte sich deshalb an die Wirtschaftsförderung Bergstraße mit der Bitte, das Ausbluten ländlicher Regionen zu stoppen. Vor allem geht es ihm um eine schnelle Lösung, der ländliche Raum solle sofort gleichgestellt werden. (mh)

 

 

 

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