"Ich habe Angst" - spannendes Projekt des Hessischen Rundfunks mit 39 zufällig ausgewählten Mitmenschen
Fast übersehen, denn im Programmheft stand es nicht drin: der Hessische Rundfunk veranstaltete im Sommer ein Diskussionsprojekt, das am 14. Oktober 24 ausgestrahlt wurde. Unter dem Thema "Meinungskampf statt Dialog" wurden 39 ganz unterschiedliche Menschen aus Hessen eingeladen. Sie kannten sich vorher nicht, einige sagten auch daß sie ohne diese Veranstaltung niemals miteinander gesprochen hätten. Es waren Alte und Junge, Männer und Frauen, Biodeutsche und Migranten, Unternehmer und Pflegekräfte, Konservative und Aktivisten.
Geschichtswerkstatt: Öffentliche Buchpräsentation „Gegründet 1936? Das Kaufhaus Ganz in Bensheim und seine jüdische Vorgeschichte“
Umfangreiche Arbeitsergebnisse zur Historie des Bensheimer Kaufhauses Ganz stellte die Geschichtswerkstatt der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim im September vor. Vorausgegangen war ein öffentlich ausgetragener Streit zwischen der Kaufhausführung des „GANZ“ und historisch interessierten Kritikern zur Jubiläums-Kultur im Kaufhaus. Speziell im Jahr 2016 waren die jüdischen Vorbesitzer*innen völlig unerwähnt geblieben, sowie fragwürdiges zeitgenössisches Bildmaterial aus der Nazizeit zu Werbezwecken genutzt worden. Schulleiter Thomas Stricker und Oberstufenleiter Tim Schmöker erinnern: „In der Hochphase der Auseinandersetzungen wurde schließlich unsere Geschichtswerkstatt mit ihren Schüler*Innen und Leitern um wissenschaftlich valide Aufarbeitung des Sachverhaltes gebeten. Die ausführlichen Analysen liegen nun auf 644 Seiten in Buchform vor und sind erwerbbar." Das Buch ist erhältlich bei Kaufhaus Ganz, der Buchhandlung Schlapp und bei der BA-Pressestelle zum Preis von 36 Euro.
29.07.2024: In Modautal wird die Alte Schule zu einem Begegnungs- und Veranstaltungsort umgebaut
Darmstadt-Dieburg / Modautal. Die Alte Schule wird zum modernen Treffpunkt: Im Rahmen des LEADER-Programmes fließen 372.000 Euro aus der hessischen Regionalförderung in den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes im Modautaler Ortsteil Asbach zu einem Begegnungs- und Veranstaltungsort.
Ein Treffpunkt für Vereine und Initiativen, ein Schulungsraum für regionale Unternehmen und ein Ort für Veranstaltungen und Feste – von der Kinderfastnacht bis hin zur privaten Feier: Im Modautaler Ortsteil Asbach wird die Alte Schule zu einem modernen Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger umgebaut. Die Hessische Landesregierung fördert im Rahmen des LEADER-Programmes den Umbau und die Erweiterung der Alten Schule zum generationenübergreifenden Begegnungs- und Veranstaltungsort mit einem Betrag in Höhe von 372.000 Euro.
Der neue Tierschutzbeirat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, der 2023 vom Kreistag beschlossen worden war, hat seine Arbeit aufgenommen: In der konstituierenden Sitzung wurde nicht nur Herbert Dobner aus Dieburg zum Vorsitzenden bestimmt, sondern auch schon Themen für die künftige Arbeit definiert. Geschäftsführerin des Beirates ist die Kreistierschutzbeauftragte Frau Dr. Christa Wilczek, die seit dem Jahr 2000 dem Landkreis Darmstadt-Dieburg in ihrer Tätigkeit als Amtstierärztin für Tierschutz und Fachtierärztin für öffentliches Veterinärwesen eng verbunden ist.
Die vielfältige Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde in Beedenkirchen wird nicht nur von Kirchenmitgliedern und von Bewohnern des Dorfes geschätzt. Die Angebote der Gemeinde – egal ob die Kinder- und Krabbelgruppen, der Vocapella-Chor, der Mittagstisch usw. – sind bedingungslos offen für jeden und jede. Dem Aufruf des Kirchenvorstands Beedenkirchen zur Gründung eines Fördervereins zur Unterstützung der Kirchengemeinde waren am Mittwoch Abend mehr als vierzig Menschen aus Beedenkirchen gefolgt und versammelten sich im Gemeindehaus „Pfarrscheuer“ zur Gründungsversammlung des Kirchengemeindevereins Beedenkirchen. In der Begrüßung der Anwesenden erläuterte der Kirchenvorstands-Vorsitzende Jürgen Schellhaas noch einmal den wegen massivem Mitgliederschwund und damit verbundenen Rückgang von Kirchensteuereinnahmen notwendig gewordenen kirchlichen Sparprozess ekhn2030. In relativ naher Zukunft bedeutet das für das kleine Dorf, dass von der Evangelischen Landeskirche keine Zuschüsse mehr für die Unterhaltung ihres Gemeindehauses zu erwarten sein werden. In den Beratungen über ergänzende Einnahmemöglichkeiten wurde die Idee des Fördervereins laut. Seine Mitgliedschaft ist nicht an eine Konfessions- oder Religionszugehörigkeit gebunden, genau wie das Wahrnehmen der kirchengemeindlichen Angebote im Dorf.
Jugendamt des Kreises stellt Jahresbericht 2023 vor / Mehr Achtsamkeit in Bevölkerung verzeichnet
Kreis Bergstraße (kb). Was tut der Kreis eigentlich für den Kinderschutz? Welche Hilfsangebote gibt es für Eltern und Sorgeberechtigte, die sich vielleicht in schwierigen Situationen befinden? Um diese und weitere Fragen ging es kürzlich bei einer Pressekonferenz des Jugendamtes, bei der es neben seinen Angeboten vor allem auch Entwicklungen sowie aktuelle Zahlen zum Thema Kinderschutz vorstellte.
Hoffnung auf Entlastung der hessischen Kommunen und auf mehr Integration: Landrat Engelhardt und Dezernent Schimpf begrüßen Vorstoß von Ministerpräsiden Rhein in Sachen Unterbringung und Abschiebung von Geflüchteten
Kreis Bergstraße (kb). Landrat Christian Engelhardt und der für die Flüchtlingsthematik zuständige Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf begrüßen die deutlichen Äußerungen des Ministerpräsidenten Boris Rhein zur künftigen Abschiebepraxis in Hessen. Der hessische Regierungschef hatte kürzlich angekündigt, Asylsuchende, die aus einem sicheren Herkunftsland kommen und kein Asylrecht erhalten, künftig nicht mehr auf die Kommunen verteilen zu wollen, sondern sie in den Erstaufnahmeeinrichtungen zu behalten und nach Prüfung und Ablehnung des Asylantrages gegebenenfalls rasch abzuschieben. Engelhardt und Schimpf sehen sich durch diese geplanten Änderungen im Umgang mit Geflüchteten in ihren Forderungen bestätigt.
Darmstadt-Dieburg. Mit großem Engagement und wachsender Erfahrung begleitet und unterstützt das Team der Gesundheitsfachkräfte, das sind Hebammen und Kinderkrankenpflegekräfte mit einer Zusatzqualifikation, bereits seit einem Jahrzehnt Eltern und Familien im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Seit dem Start des Angebotes im Jahr 2013 bieten die Gesundheitsfachkräfte, koordiniert durch die Fachstelle Frühe Hilfen, nicht nur medizinische und pflegerische Unterstützung, sondern vor allem auch emotionalen Beistand und hilfreiche Anleitung im ersten Jahr des Elternseins. Durch ihre wertvolle Arbeit tragen sie zur gesunden Entwicklung der Kinder und zum Wohlbefinden der gesamten Familie bei. Zahlreiche Familien wurden in den vergangenen zehn Jahren vom Team der Gesundheitsfachkräfte betreut. Die individuelle und bedarfsorientierte Unterstützung trägt dazu bei, Unsicherheiten zu überwinden und bietet eine verlässliche Anlaufstelle für Fragen.
Um Familien in Zukunft noch besser zu erreichen hat die Fachstelle Frühe Hilfen neue informative Flyer zum Angebot erstellt. Diese wurden in viele Sprachen übersetzt, um auch die vielfältigen kulturellen Hintergründe der Menschen im Landkreis anzusprechen und sicherzustellen, dass alle Familien, unabhängig von ihrer Sprache und Herkunft, Zugang zu dieser Unterstützung haben.
Ein Landesehrenbrief als große Überraschung: Landrat Christian Engelhardt würdigt Modautalerin Ria Klemm für jahrzehntelanges Engagement in der Suchtkrankenhilfe und dem Kirchenvorstand
Kreis Bergstraße (kb). Laut der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) engagieren sich in Deutschland rund 3,5 Millionen Menschen in etwa 100.000 gesundheitlichen Selbsthilfegruppen. Diese haben sich inzwischen als eine feste Säule des Gesundheitswesens etabliert, da sie Versorgungslücken schließen und professionelle Angebote unterstützen. Auch im Kreis Bergstraße sind rund 200 Selbsthilfegruppen aktiv. Eine davon ist der Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe Bergstraße e.V., der kürzlich seine Weihnachtsfeier in Reichenbach vollzog.
Ich war gerade von der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag nach Hause gekommen. Im Redebeitrag auf der Veranstaltung war die Frage aufgeworfen worden, ob angesichts der weltweiten Gewalteskalation der Weg des Friedens noch begehbar sei: „Haben die Menschen nichts gelernt?“ (siehe Gedanken zum Frieden aus Schannenbach)
Zuhause angekommen las ich folgende „Breaking News“-Meldung von NTV auf meinem Handy: Der ukrainische Geheimdienst SBU meldet einen neuen „Weltrekord“: Ein ukrainischer Scharfschütze habe einen Russen aus 3,8 km Entfernung erschossen. Er habe damit den „bisherigen Weltrekord“ eines Kanadiers im Irak von 2017 überboten, der aus 3,5km einen Iraker erschossen hatte.
Landrat legte Kranz an der Kriegsgräberstätte Modautal/Brandau nieder
Darmstadt-Dieburg. „Unsere Opfer. Eure Verantwortung. Frieden.“, so steht es an der Kriegsgräberstätte in Modautal/Brandau. Und diese Aussage ist aktueller denn je. Im Februar letzten Jahres hat Putin seinen Angriff auf die Ukraine gestartet – seit dem 24. Februar 2022 ist Krieg in der Ukraine. Ein Krieg, der auch die Europäer, die Europäische Union, unmittelbar trifft. Ein Krieg, der in Europa geführt wird. Ein Krieg, wie er sinnloser nicht sein könnte. Durch den Krieg ist der Frieden in größter Gefahr. Dies ist leider nur einer von vielen Kriegen, die auf der Welt geführt werden. „Im momentanen Augenblick, während ich hier an der Kriegsgräberstätte den gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege gedenke, sterben in der Ukraine, in Nahost, auf dem afrikanischen Kontinent Menschen in Kriegen: Männer, Frauen, Kinder, Soldatinnen und Soldaten. Es stimmt mich sehr traurig und auch nachdenklich“, so Landrat Klaus Pete Schellhaas.
Gemeinsam mit Mitgliedern des Kreistags Darmstadt-Dieburg, der Kreistagsvorsitzenden Dagmar Wucherpfenning, Vertretern des VdK sowie weiteren Vertretern sozialer Verbände und der Bundeswehr legte Landrat Schellhaas am Volkstrauertag (19.) Kränze nieder, um an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus zu gedenken. „Der Tag ist von besonderer Bedeutung. Wir brauchen diese Tage, diese Orte, um uns zu erinnern, um zu trauern. Nur wenn wir uns erinnern, nur dann sind wir in der Lage gegen die Kriegstreiber aufzubegehren“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhaas bei seiner Rede an der Kriegsgräberstätte in Brandau.
An der Kriegsgräberstätte wurden 461 Opfer der beiden Weltkriege, 147 deutsche und 306 ausländische Kriegstote aus 15 Nationen sowie acht Unbekannte beigesetzt.
„Machen Sie unsere Badeseen und Schwimmbäder sicherer – werden Sie Rettungsschwimmer!“ Landrat Engelhardt unterstützt Lebensretter-Akquise und absolvierte selbst einen DLRG-Kurs
Kreis Bergstraße (kb). Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu tausenden Badeunfällen, die mitunter auch tödlich enden. So ertranken hierzulande laut statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr mindestens 299 Personen. 2020 kosteten Badeunfälle mindestens 378 Menschen das Leben. Dabei ist das Gefahrenpotential in den letzten Jahren eher gestiegen: So konnten zahlreiche Kinder pandemiebedingt – unter anderem aufgrund von Schwimmbadschließungen – nicht schwimmen lernen. Zudem wurden aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen Jahren kaum Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer ausgebildet. Hier soll nun gegengesteuert werden. Mit Schwimmkursen für Kinder, aber vor allem auch durch verstärkte Bemühungen, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern zu gewinnen und auszubilden. Im Rettungsschwimmkurs lernt man unter anderem, wie man einen Menschen im Wasser transportiert oder wie man sich aus der Umklammerung einer in Panik geratenen Person befreit. „Mehr als 50.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten die Mitglieder der DLRG alleine in diesem Jahr. Das ist enorm. Danke an alle Aktiven für ihren lebenswichtigen unermüdlichen Einsatz“, betont Landrat Engelhardt.
Weitere Informationen zum DLRG Kreisverband Bergstraße und zu Ausbildungs- und Unterstützungsmöglichkeiten unter https://kv-bergstrasse.dlrg.de.
Ev. Kirche EKHN: "Gott fällt nicht aus" - Angebote für Zuhause: Feiern im Fernsehen und Rundfunk und natürlich Online als „Kirche von zu Hause“ Durch die Ausbreitung des Corona-Virus können wir fast nicht anders, als die Routine des Alltags zu unterbrechen. Die neue Situation wirft Fragen auf: Wie schütze ich mich sinnvoll? Was gibt mir inneren Halt? Die Passionszeit bietet eine besondere Gelegenheit, sich auf die Suche nach dem zu machen, was trägt.