Grüne Lautertal: Hitzeschutz gefordert

B´90 / Die Grünen Lautertal, Fraktionsvorsitz Frank Maus https://www.gl-lautertal.de/

Historischer Sommer 2026:

Grüne fordern konkreten Hitzeschutz und sichere Daseinsvorsorge für Lautertal

„Der aktuelle Sommer 2026 bricht erneut alle historischen Wetterrekorde und führt den Lautertalern die dramatischen Folgen der Erderwärmung direkt vor Augen. Unsere Gärten vertrocknen Tag für Tag weiter und der Wald beginnt schon Anfang August braun zu werden, sowie das Laub zu verlieren. Die Landwirte müssen auf den zweiten Heuschnitt verzichten, weil seit Wochen nichts mehr wächst“, fassen die grünen Fraktionsmitglieder Olaf Harjes und Frank Maus die Dramatik des Hitzesommers 2026 zusammen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätige dies: Mit einer historisch niedrigen Niederschlagsmenge von nur 14 Litern pro Quadratmeter sei Hessen im Juli die trockenste Region ganz Deutschlands gewesen. Gleichzeitig habe die Mitteltemperatur mit 20,2 °C extrem über dem langjährigen Durchschnitt gelegen, begleitet von einer um fast 40 Prozent erhöhten Sonnenscheindauer. (Quelle: siehe unten)

Angesichts dieser alarmierenden Daten legen die Lautertaler Grünen eine umfassende Anfrage an den Gemeindevorstand vor. Aus den Antworten seitens der Gemeindeverwaltung könnten dann verantwortungsvolles Handeln und langfristige Strategien zur Klimawandelanpassung abgeleitet werden. „Der langfristige Schutz der Bevölkerung braucht eine neue Perspektive und neue Initiativen“, fordern Maus und Harjes. „Wir hoffen, dass die anderen Fraktionen uns hierbei unterstützen.“

Hitzeschutzkonzepte als Daseinsvorsorge

Auch nach Ansicht des grünen Ortsverbandsvorsitzenden, Thomas Willumeit braucht es mehr Konzentration auf die Klimawandelfolgen: „Nach all den Erfahrungen der letzten Jahre sind extreme Hitze- und Dürreperioden keine temporären Ausnahmezustände mehr, sondern die neue Realität, auf die sich Handeln der Kommunalpolitik ebenfalls ausrichten muss. Die Sicherung der Lebensqualität und der Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger gehören für uns Grüne zur elementaren kommunalen Daseinsvorsorge.“

Bei einer Arbeitssitzung waren sich Fraktionsmitglieder und Mitarbeitende einig. Christoph Tilsner und Stefanie Richter resümieren daher: „Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn die Brunnen versiegen oder der Wald brennt“. Stattdessen sollten wir versuchen, Lautertal Schritt für Schritt auf die Klimafolgen anzupassen. Das bedeutet eine klare strategische Ausrichtung, den gezielten Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft und eine krisenfeste Infrastruktur.“

Die Fragen der grünen Initiative und mögliche Konsequenzen:

  • Strategischer Hitzeschutz und Kreis-Synergien: Die Grünen wollen wissen, ob Lautertal bereits über einen eigenen Hitzeschutzplan verfügt und wie die Konzepte zur Klimawandelfolgenanpassung des Kreises Bergstraße konkret in das Lautertaler Verwaltungshandeln einfließen.
  • Schutz sensibler Gruppen und der Infrastruktur: Ein zentrales Anliegen ist der Schutz von Senioren, Kindern und im Freien arbeitenden Menschen. Zusätzlich fordern die Grünen die Überprüfung der ÖPNV-Bushaltestellen auf ausreichende Verschattung sowie die Eignungsprüfung von Trinkwasserspendern an touristischen Hotspots wie dem Marktplatz Reichenbach und im Felsenmeer (Tal- und Gipfellage). Zudem müsse geklärt werden, wie Risikogruppen bei Hitzewarnungen und Waldbrandgefahr über feste Kommunikationsabläufe gezielt erreicht werden.
  • Sicherung der Trinkwasserversorgung: Die alljährlichen Dürrephasen belasteten das Wassernetz. Die Grünen setzen hierzu auf eine fundierte Einschätzung des „Teams Wasserversorgung“, insbesondere mit Blick auf die kritische Versorgungslage in den höher gelegenen Gemeindeteilen und Höhengemeinden wie Beedenkirchen, Schannenbach, etc..
  • Stärkung der Feuerwehren und Waldbrandschutz: Die zunehmende Dürre erhöhe die Brandgefahr allgemein und die Austrocknung der Wälder das Risiko von Vegetationsbränden dramatisch. Die Grünen fragen gezielt ab, welche Unterstützung die Lautertaler Feuerwehren von der Kommunalpolitik benötigen – auch im Hinblick auf das Trinkwassernetz als Löschwasserquelle. Zudem möchten sie Aufklärung darüber bekommen, welche konkreten Maßnahmen der Dienstleister Hessen-Forst bislang zum Wasserrückhalt im lokalen Wald getroffen hat und weiter plant.

Die Grünen Lautertal betonen, dass Klimaanpassung eine parteiübergreifende Pflichtaufgabe sein muss. Mit den Antworten der Verwaltung wollen sie eine fundierte Basis schaffen, um zeitnah konkrete Anträge für Schattenzonen, Trinkwassersicherheit und den Schutz von Mensch und Natur auf den Weg zu bringen. Die Zusammenarbeit mit weiteren Fraktionen würde hierbei helfen.

Bündnis 90/Die Grünen – Lautertal

Originaltext DWD:

Hessen: In der Landesmitte nahm die Trockenheit im vergangenen Juli historische Ausmaße an. Nach letzten Prognosen gab es noch nie in der Messhistorie im zweiten meteorologischen Sommermonat in Hessen so wenig Niederschlag. Die Niederschlagssumme belief sich auf lediglich rund 14 l/m². Im Länderranking lag man mit diesem Wert auf dem ersten Platz der trockensten Regionen. Eine außergewöhnlich hohe Mitteltemperatur von 20,2 °C (16,9 °C) tat in Verbindung mit mehreren heißen Tagen ihr Übriges, um die Trockenheit zu verschärfen. Die Sonnenscheindauer fiel mit rund 283 Stunden ebenfalls ungewöhnlich hoch aus und der langjährige Mittelwert (204 Stunden) wurde um nahezu 40 % überboten.

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2026/20260730_deutschlandwetter_juli_news.html (Stand: 9.8.2026)

Herbst – im August? Lautertaler beobachten seit Ende Juli die zunehmende Braunfärbung des Waldes – eine Erscheinung wiederholter Dürre- & Hitzesommer der letzten Jahre - Aufnahmedatum: 13.8.2026 Ort: Reichenbach, Aufnahme: Grüne

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Februar 2026: Grüne erteilen Groß-Kita eine Absage - Grundsteuer-Explosion befürchtet

Kinderbetreuung brauche selbstverständlich gute Bedingungen für Kinder, Eltern und Erzieherinnen. Die Eignung einer 8-gruppigen Groß-Kita in Elmshausen als „Mutter aller Lösungen“ für Lautertal stellen die Grünen jedoch immer deutlicher in Frage: „Solch ein gigantischer Kita-Komplex ist aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht mehr passend: Finanziell, pädagogisch sowie strukturell. Die aktuellen katastrophalen, finanziellen Rahmenbedingungen machen die Groß-Kita zur mutmaßlich gefährlichen Schuldenfalle“, formulieren die Grünen deutlich.

„Diese, von der aktuellen Parlamentsmehrheit bevorzugte, scheinbar einfache Lösung ist mit zu hohen Risiken behaftet. Die Kommunalpolitik muss daher die Prüfung von Sanierungs-Optionen der Traditions-Kitas in den Blick nehmen. Nach den Mandatsträgern vorliegenden Informationen sollten wir dringend eine wohnortnahe und wirtschaftlich vertretbare, statt eine bequeme Lösung
suchen.“ Letztlich müsse alles finanzierbar bleiben. „Die Steuerbelastung der Bürger darf nicht ständig hochgeschraubt werden“, beziehen die Grünen klar Stellung. Doch genau das drohe mit einer Groß-Kita. Zudem plane man eine Informationsveranstaltung, bei der auch Eltern gehört werden sollen.

Kita-Info-Veranstaltung am 23. Februar2026

- siehe Einladung zum Kita-Informations-Abend am 23. Februar

Für die Grünen ist es immer noch wichtig, die betroffenen Eltern und Erzieherinnen endlich in Entwicklungsgespräche einzubeziehen. Bis jetzt habe man hierzu leider kein Echo aus den
Gremien vernommen, weshalb man eine eigene Info- und Austausch-Veranstaltung plane, schreiben die Grünen. Claudia Arndt, die für die Grünen kandidiert, präzisiert: „Aus meiner
Berufserfahrung als Kitaleiterin weiß ich, dass Ergebnisse für pädagogische Einrichtungen dann besser werden, wenn Eltern und Erzieherinnen in die Entwicklung eingebunden werden. Kitas
sind nun mal für Kinder und deren Familien da. Auch Erzieherinnen können dann optimal arbeiten, wenn man ihre Bedürfnisse kennt und beachtet. Daher sollte der Austausch mit den
Betroffenen nun endlich beginnen. Aktuell steckt in der Kitadiskussion noch zu viel ´Nebel-Wetter´.“

Lehrstück Lautertalhalle: Sanierung traditioneller Kitas günstiger als Neubau?

Lautertal stehe finanziell vor der wohl schwierigsten Phase seit Gründung im Jahre 1972, schreiben die Grünen. Der Bau einer Groß-Kita, die Sanierung der Lautertalhalle, die neue Feuerwehr in Gadernheim und fortgesetzte Sanierungen der Trinkwasseranlagen werden den Lautertaler Haushalt mit weiteren Millionen in ungeahnter Höhe belasten wie selten zuvor. Da man aktuell schon bei 18 Mio. Schulden stehe, müsse also doppelt genau geprüft werden, wie groß man baue und wo evtl. Sanierungen der bessere Weg sind. „Die Behandlung des Sachverhalts Lautertalhalle hat den kommunalen Gremien gezeigt, dass Sanierungen oft wesentlich günstiger sind als Neubauten – in diesem Fall sogar nur rund 50% der Neubaukosten. Das war eine echte Lehrstunde. Daher haben wir uns erneut mit einem vorhandenen Sanierungskonzept zur Kita-Reichenbach beschäftigt. Inclusive der Preissteigerungen der letzten Jahre scheint eine Sanierung der Traditions-Kita auch hier der weitaus günstigere Weg zu sein, zumal Lautertal bedeutend höhere Fördersummen für Sanierungen zu erwarten hat als bei Neubauten. Ob sich das auch auf die Kita-Lautern übertragen lässt, können wir aktuell noch nicht beurteilen. Daher empfiehlt sich eine Prüfung dessen durch ein Ingenieurbüro“, so Dr. Lauri Philipp Rothfritz, der ebenfalls bei den Grünen kandidiert. Man hege einen gewissen Optimismus in gute, verantwortungsvolle Haushaltsgespräche einsteigen zu können, da auch der CDU-Vorstand jüngst seine Zweifel am Bau der Groß-Kita pressewirksam kundgetan habe.

Fraktion B´90 / Die Grünen Lautertal



Auch die Kita-Lautern darf nach Meinung der Grünen nicht vorschnell für tot erklärt werden. Es brauche dringend eine Überprüfung der Sanierungsfähigkeit und derer Kosten.

Fraktion B´90 / Die Grünen Lautertal  Fraktionsvorsitz Frank Maus https://www.gl-lautertal.de/