Ein Reisebericht von Tanja Formatschek, persönliche Reiseberaterin, Lautertal Telefon: 06254 / 94 25 57 Mobil 0176 / 80 17 03 42
Mit zwölf reiselustigen und wunderbaren Menschen starteten wir in Frankfurt zu einem Abenteuer, das uns von der ersten Minute an aus dem Alltag hob. Der Nachtflug nach Johannesburg fühlte sich wie ein Übergang in eine andere Welt an – und genau so begann unsere Rundreise durch Südafrika und das Königreich Eswatini: intensiv, berührend und voller Staunen.
Schon auf der Fahrt spürten wir es: Afrika ist Weite, ist Freiheit, ist Ferne. Ein erstes großes Highlight erwartete uns im Golden Gate Highlands National Park. Goldene Sandsteinfelsen, vom Wind über Jahrmillionen geformt, standen da wie Skulpturen einer anderen Welt.

Und dann öffneten sich die Landschaften weiter – bis wir vor den majestätischen Drakensberge standen: über 3.000 Meter hoch, wild, ursprünglich und als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt. Die Zulu nennen sie ehrfürchtig die „Barriere aus Speeren“. Ein Name, der ihre Kraft perfekt beschreibt.
Unsere Unterkunft lag spektakulär auf 2.220 Metern Höhe – direkt am Fuße des Sentinel Peak. Die höchstgelegene Lodge Südafrikas wurde unser Rückzugsort zwischen Himmel und Erde.
Morgens hing Nebel wie ein Schleier über den Gipfeln, abends tauchte die Sonne die zerklüftete Bergwelt in goldene Farben. Große Panoramafenster holten die Berge direkt ins Zimmer.
Zwei Tage lang wanderten wir durch diese stille, kraftvolle Landschaft: eine leichte Tour mit lokalem Guide, später der Weg zu den Mahai-Wasserfällen. Jeder Schritt eröffnete neue Perspektiven – tiefe Täler, endlose Himmel, Stille, die fast greifbar wurde.
Die Sonnenauf- und -untergänge hier oben waren mehr als schön. Sie waren magisch.
Der Abschied von den Drakensbergen führte uns durch die grünen KwaZulu-Natal Midlands – vorbei an sanften Hügeln und geschichtsträchtigen Orten.
Ein besonders bewegender Halt war die Nelson Mandela Capture Site. Hier wurde Nelson Mandela 1962 verhaftet. Heute erinnert ein eindrucksvolles Kunstwerk an seinen „Long Walk to Freedom“ – ein Moment, der uns alle nachdenklich und tief berührt zurückließ.
Dann wechselte die Szenerie radikal: Wir erreichten die Dolphin Coast bei Ballito. Meeresbrise, Wellenrauschen, Weite – vom Hochgebirge direkt an den Indischen Ozean.
Ein weiteres Naturhighlight erwartete uns im iSimangaliso Wetland Park – einem UNESCO-Weltnaturerbe, dessen Name in der Zulu-Sprache „Wunder“ bedeutet. Und genau das ist es auch.
Bei einer Bootssafari begegneten wir Flusspferden, Krokodilen und unzähligen Wasservögeln.
Weiter ging es zum ältesten Wildreservat Afrikas, dem Hluhluwe–iMfolozi Park. Eine Safari im offenen Geländewagen wurde zu einem der intensivsten Erlebnisse der Reise.
Wir hatten das große Glück, zahlreiche Breitmaulnashörner zu sehen – ruhig, kraftvoll und beeindruckend nah.
Auch zu Fuß öffnete sich die Wildnis auf eine ganz neue Weise: Spuren lesen, Geräusche wahrnehmen, die Natur mit allen Sinnen erleben.
Die Fahrt ins kleine, stolze Eswatini führte uns in eine Welt voller Kultur und Herzlichkeit. Rundhütten in der Landschaft, lebendige Märkte in Manzini, traditionelles Kunsthandwerk und Begegnungen mit Menschen, die ihre Kultur mit großer Offenheit teilen. Unser lokaler Guide Sanele erzählte von Ritualen, Alltag und Lebensfreude – authentisch und nahbar.
Zurück in Südafrika machten wir Halt in White River, bevor wir im Krügergebiet ankamen. Bei Sabie Valley Coffee gab es aromatischen Kaffee und süßen Kuchen – ein kurzer, genussvoller Moment zwischen zwei großen Naturwelten.
Dann das große Finale: der Kruger National Park.
Unsere Unterkunft, die Mdluli Safari Lodge, lag mitten in der Wildnis – mit Infinity-Pool und Blick in die Buschlandschaft. Elefanten, Zebras und Antilopen zogen manchmal ganz nah vorbei.
Zwei intensive Safaritage im offenen Geländewagen wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis: Elefantenherden mit ihren Jungtieren, Löwen, Geparden, Zebras, Giraffen, Giraffen, Wildhunde und viele weitere Begegnungen in freier Wildbahn.
Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus – und irgendwann blieben uns nur noch zwei Worte: „Ohhh!“ und „Ahhh!“
Karen Blixen hat es einmal so beschrieben: „Es gibt etwas an einer Safari, das alle Sorgen vergessen lässt.“ Genau so fühlte es sich an.
Auf dem Weg weiter erwartete uns noch ein letzter Höhepunkt: der Blyde River Canyon – einer der größten Canyons der Welt.
800 Meter tief, 26 Kilometer lang, spektakulär grün und voller Leben. Wasserfälle, Felsformationen wie von Künstlerhand geschaffen und Ausblicke, die sprachlos machen: Bourke’s Luck Potholes, God’s Window und die majestätischen Three Rondavels. Ein weiteres faszinierendes Erlebnis erwartete uns in Graskop: der Besuch der spektakulären Graskop Gorge Lift Company. Mit einem gläsernen Fahrstuhl ging es hier senkrecht hinab – rund 51 Meter tief in eine üppig grüne, subtropische Schlucht, dichter, feuchter Regenwald, in dem Farne, Baumriesen und Wasserläufe ein kleines Naturparadies bilden. Unten angekommen führt ein Holzsteg durch diesen ursprünglichen Wald.
Diese Reise durch Südafrika und Eswatini war mehr als eine Rundreise. Sie war ein intensives Erleben von Naturgewalt, kultureller Vielfalt und menschlicher Begegnung.
2026 geht die begleitete Gruppenreise im November nach Namibia, Botswana und Simbabwe. In Planung für 2027: Südafrika
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