SPD Lautertal: Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026

Viel Lob aus den Reihen der Mitglieder gab es für die gute Vorarbeit des Vorstands der SPD Lautertal, insbesondere für dessen Vorsitzenden Wolfgang Helfrich, für die Zusammenstellung der 28 Frauen und Männer umfassenden und bisher größten Kandidatenliste für die Gemeindevertretung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026. Helfrich hatte an diesem Abend die Mitglieder und auch die Kandidaten ohne Parteizugehörigkeit zu der Versammlung in den Sitzungssaal des Rathauses in Reichenbach eingeladen. Unter den Gästen auch Lautertal Bürgermeister Andreas Heun und SPD-Unterbezirksvorstandsmitglied Mika Hoffmann aus Einhausen. 

Der 23-jährige Mika Hoffmann, der später auch den Wahlvorgang der Kandidatenliste begleitete, ist bereits seit seinem 18. Lebensjahr überzeugter Kommunalpolitiker. „Ich bis gerne dabei und beglückwünsche alle Kandidaten zu ihrer Entscheidung, diese direkte Verantwortung in ihrer Heimatgemeinde übernehmen zu wollen“, machte er deutlich, dass die in den kommunalen Gremien getroffenen Entscheidungen auch meist sofort erkennbar würden. Dies sei zwar im Bereich der Finanzen selten mit Spaß verbunden, dennoch lohne es sich immer, sich einzubringen. Strukturell liege zwar einiges im Argen. Die finanzielle Lage der Kommunen könne aber nach seiner Einschätzung jetzt durch das von der Bundesregierung beschlossene Sondervermögen verbessert werden. 

Hoffmann nutzte zudem in seinem Eingangsstatement die Gelegenheit, die Anwesenden über die geplatzten Verhandlungen um die Anteilübernahme am Kreiskrankenhaus in Heppenheim zu berichten. “Gesundheit darf aber nicht nur eine Ware sein.“  Er plädierte für den Erhalt der dort vorhandenen Leistungen und appellierte an alle Beteiligten, letztlich eine gute Lösung zu finden. Denn der Landkreis könne das Krankenhaus nicht alleine führen. Abschließend wünschte er dem SPD-Ortsverein Lautertal viele Freude im Wahlkampf und letztlich gute Wahlergebnisse. 

Direkt im Anschluss ergriff mit Tobias Pöselt der Spitzenkandidat der SPD-Lautertal das Wort, um die wichtigsten in einem Workshop erarbeiteten Wahlziele zu skizzieren. Der 37-jährige Gymnasiallehrer und Fraktionsvorsitzende war bereits bei der letzten Kommunalwahl erfolgreicher Spitzenkandidat auf der SPD-Liste. Er kandidiert zudem auch für den Kreistag und ist der jüngste Spitzenkandidat aller in der Lautertaler Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen. 

„Wir leben in komplexen und herausfordernden Zeiten“, machte er eingangs deutlich. „Unter anderem vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, wirtschaftlicher Verwerfungen und vieler anderer kritischer Themen, wird es auch in den kommenden Jahren einige finanzielle Einschränkungen geben, die es zu besprechen und zu lösen gilt.“ Trotz knapper werdender finanzieller Mittel müsse aber die Konsolidierung des Gemeindehaushalts weitergehen, erläuterte er weiter. „Wir können jeden Euro nur einmal ausgeben. Deshalb müssen alle zukünftigen Investitionen priorisiert werden. Ausgaben für eine „Hutzelstraße“ und eine Trauerhalle in Knoden gehören dabei nicht zu den vordringlichsten Projekten in finanziell schwierigen Zeiten.“

Schwerpunkte blieben dagegen weiterhin die Pflichtaufgaben Feuerwehr, Wasserversorgung und Kindertagesstätten. „Wir wollen zusammen mit der Stadt Lindenfels für die Feuerwehr Gadernheim ein gemeinsames neues Feuerwehrgerätehaus mit der Feuerwehr Kolmbach bauen und die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen für eine einsatztüchtige Feuerwehr Lautern umsetzen“, beginnt er die Aufzählung der priorisierten Investitionen. „Die Instandhaltung der Wasserversorgung ist auf einem guten Weg und muss noch weitergehen. Das ist ein Projekt, das noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird“, so Pöselt weiter. „Und mit dem Bau einer achtgruppigen Kita an der Lautertalhalle soll die Kindergartenlandschaft ökonomischer gestaltet und die Arbeitsbedingungen für die Erzieher und die Betreuung für die Kinder um so mehr verbessert werden“, so Pöselt zu diesen gemeindlichen Pflichtaufgaben. „Darüber hinaus müssen wir aber bei allen finanziellen Herausforderungen auch in Zukunft etwas für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gemeinde tun“, fasst er die Anregungen aus dem Workshop zusammen. „Die Jugendpflege muss erhalten und weiter gefördert werden, Angebote für Senioren ausgebaut, Vereinsarbeit unterstützt werden. Dabei spielt zum Beispiel der Erhalt der Lautertalhalle eine wichtige Rolle.“ 

„Wir stehen also auch in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen, an denen wir mit unserem breit aufgestellten Personalangebot mitarbeiten wollen“, leitete er auf die zur Abstimmung stehende Kandidatenliste über. „Wir haben uns sehr breit aufgestellt. Kandidaten mit und ohne Parteibuch, junge und ältere Frauen und Männer aus allen Gesellschaftsschichten und Berufszweigen, vom Architekt über den Lehrer und die Flugbegleiterin bis hin zum Maschinenschlosser oder zur Bankkauffrau. Erfahrene und neue Kandidaten und vor allem Bürger aus allen Ortsteilen“, beschreibt er das umfangreiche Angebot der SPD-Kandidatenliste. „Mit einer starken SPD-Fraktion wollen wir den erfolgreichen Weg unseres Bürgermeisters Andreas Heun tatkräftig unterstützen. Dabei haben wir natürlich den Anspruch, wieder stärkste politische Kraft im Lautertal zu werden. Auch weil ihm in den vergangenen Jahren öfter „Steine“ in den Weg gelegt wurden. Wo es aber möglich ist, wollen wir auch immer gemeinsam mit den anderen Fraktionen das Beste für unser Lautertal erreichen. Denn wie sagte schon Willy Brandt: Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“, so Tobias Pöselt abschließend.

Wolfgang Helfrich dankte dem Spitzenkandidaten für seine umfassenden Ausführungen und stellte im Anschluss die 28 Kandidaten auf der Liste einzeln namentlich vor. Die geheime Abstimmung fiel dann eindeutig und einstimmig aus. Die 28 Bürgerinnen und Bürger stellen sich am 15. März 2026 auf der SPD-Liste zur Wahl und wollen die Interessen und Anliegen ihrer Mitbürger in den Jahren 2026 bis 2031 in der dann 25-köpfigen Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand vertreten. 

Wie eingangs beschrieben, führt Tobias Pöselt die Liste an. Auf Platz 2 kandidiert erstmals Einzelhandelskaufmann Gerhard Hippler aus Reichenbach, gefolgt auf Platz 3 von Gadernheims Ortsvorsteher Hans-Jürgen Ramge, dem parteilosen Kundendienstmitarbeiter Felix Schmidt-Eul auf Platz 4, dem Beedenkirchener Ehrenortsvorsteher und SPD-Urgestein Werner Heist auf Platz 5, dem Lauterner Maschinenschlosser Manfred Schmidt auf Platz 6, dem Verwaltungsfachangestellen Markus Daum aus Schannenbach auf Platz 7, dem pensionierten Polizeibeamten und Beigeordneten im Gemeindevorstand Ferdinand Derigs auf Platz 8, dem Justizvollzugsbeamten und stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Bernd Röder auf Platz 9 sowie der Flugbegleiterin Tanja Gothe aus Gadernheim auf Platz 10. Es folgen der Lautertaler SPD-Vorsitzende und Beigeordnete Wolfgang Helfrich, Regina Daum, Sparkassen-Betriebswirt Achim Mink, der parteilose Elmshäuser Ortsvorsteher Walter Kirschbaum, der Finanzbeamte Boris Ertl, die parteilosen Siegfried Oettmeier und Gunter Degenhardt, Rita Taube, Uwe Füchtenkordt, die parteilose Ruxandra Hippler, Johanna Sickmüller, die parteilose Angelika Pfeifer, Peter Weimar, Helga Dohme, Wolfgang Hechler, Dietmar Dohme, Gerlinde Aust und Doloris Hechler. 

Bevor der Vorsitzende die erfolgreiche Mitgliederversammlung nach rund einer Stunde schloss, schaute Bürgermeister Andreas Heun kurz noch auf seine eigene kommunalpolitische Karriere zurück, die er im Alter von 20 Jahren in der Gemeinde Groß-Zimmern begonnen hatte. „Ich kann Sie zu Ihrer Entscheidung nur beglückwünschen und kann Ihnen versichern: Es tut nicht weh!“ „Ich denke, die SPD Lautertal hat eine gute Liste zusammengestellt und muss sich nicht vor den anderen verstecken. Gerichtet an einige ältere Kandidaten: „Wenn man mit 70 Jahren Bundeskanzler und mit 78 Jahren amerikanischer Präsident werden kann, muss sich auch ein 74-jähriger Gemeindevertreter keine Sorgen machen.“

Tobias Pöselt, Vorsitzender der SPD Fraktion Lautertal/Odw.
Gemeindevertreter der Gemeinde Lautertal/Odw.
Handy: 0171/5427433